1. Lia - fremd und nackt verlaufen


    Datum: 14.09.2017, Kategorien: Medien, Autor: Sonntagsmärchen, Quelle: Schambereich

    Wir stehen vor dem Eingang von Intersport Paulmann und mir ist ziemlich flau in der Magengegend. Ich habe starke Zweifel, dass Alles so glatt laufen wird, wie ich mir das wünsche. Irgendwie kommt mir auch Julias rotes Kleid ein wenig zu auffällig vor. Aber lange wird sie es nicht mehr anhaben. Und irgendwie wollen wir ja auch Aufmerksamkeit erregen. „Geh du vor und zeig mir, wo die Bikinis sind“ höre ich Julia leise sagen. Das hört sich nicht ganz so souverän an, wie ich es gehofft hatte. Sie scheint Lampenfieber zu haben. Zielstrebig steuere ich jetzt die Bademodenabteilung an. Ich komme an jener Stelle vorbei, an der mein süßes Blondchen Juliane vorige Woche nackt und wunderschön vor mir gestanden und mir lächelnd den 70-Euro-Bikini in die Hand gedrückt hatte. Ich denke auch zurück an die zufällige Begegnung mit ihr, heute Nachmittag vor der Einkaufspassage, und gerate fast ins Träumen. Doch träumen kann ich mir jetzt nicht leisten. Julia muss ihre Rolle, die Rolle von Lia spielen und ich muss darauf achten, dass nichts dazwischen kommt. Alles Andere wird sich später finden und Juliane bleibt mein süßes Geheimnis. Insgeheim nenne ich die beiden Frauen schon Lia und Juli. Lia beginnt bedächtig, sich einen Überblick über das Angebot an Bikinis zu verschaffen. Ich sehe sie nach Sonderangeboten suchen. „Hey, wir sind hier nicht auf Schnäppchenjagd! Such dir einfach ein paar unmögliche Modelle in einer viel zu kleinen Größe raus. Ich gehe inzwischen eine Umkleidekabine ...
    suchen.“ „Aber du kommst dann zurück!“ „Mensch Julia, Du weißt doch was wir hier spielen!“ „Ich will aber, dass du in meiner Nähe bist!“ „Okay, ich komme dann wieder hier her.“ Ich sehe mich um. Die kleine, hübsche Verkäuferin von voriger Woche scheint heute nicht hier zu sein. Also fallen wir erst einmal nicht von vornherein auf und können unser Spiel in Ruhe durchziehen. Jetzt gehe ich um die Ecke, um nach einer freien Kabine zu sehen. Alle drei sind besetzt. Ich stelle mich neben die Säule und warte, bis eine frei wird. Nach ewigem Rascheln und unterdrücktem Schnaufen und Stöhnen wird der Vorhang der rechten Kabine beiseite geschoben. Heraus tritt eine mehr als stattliche Erscheinung mit einem Badeanzug in der Hand, dessen Material für etwa 80 Bikinis gereicht hätte. Ich versuche den Preis für das Teil in ihrer Hand zu errechnen, indem ich die 70 Euro des Bikinis mit dem 80-fachen Stoffbedarf multipliziere. Ihr suchender Blick verrät mir, dass sie noch nicht am Ziel ihrer Wünsche ist. Sie winkt und ein schmächtiger, kleiner Mann, so um die 60 kommt heran. „Hol mir den hier mal in der 52“, herrscht sie ihn an. Sie bleibt an der Säule vorn stehen und geht nicht wieder zur Kabine, also versuche ich mein Glück. Als ich die Kabine schon in Beschlag nehmen will, walzen wabende Wellfleischmassen walkürenhaft bedrohlich auf mich zu. Der eindeutige Gesichtsausdruck der stattlichen Dame und ihr riesiger Schatten an der Wand machen mir klar, dass ich doch noch etwas Zeit habe. Ich warte ...
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