1. Peitsche - sozialpädagogisch oder mittelalterlich


    Datum: 30.03.2018, Kategorien: Schamsituationen, Autor: LarsBa, Quelle: Schambereich

    Die Peitsche - eine sozialpädagogische Innovation oder ein Schritt zurück ins Mittelalter? Eine Reportage unseres Korrespondenten Erich Sauer (Bild: SB Nr. 33307) (02.11.2008, Maputo) An jenem Dienstagnachmittag im September tat sich jedenfalls aus Sicht eines Mitteleuropäers etwas Wunderliches im Zentralhafen von Maputo Port. Kurz nach 15.00 Uhr hielt ein Polizeifahrzeug im Güterbereich des Hafens. Zwei Polizeibeamte sperrten mit grün-rotgestreiften Plastikbändern halbkreisförmig einen Bereich mit knapp 20 Metern Radius um die beiden Eisenmasten, die vor einem leerstehenden Gebäude mit arg verschmierten Wänden stehen und früher der Elektrizitätsversorgung dienten. Es bildete sich rasch eine größere Menge von Passanten außerhalb der Absperrung. Kurz darauf fuhr ein roter Kleinlastwagen mit verschlossenem Verdeck vor. Von der Ladefläche kletterte mit Unterstützung eines der Polizeibeamten eine groß gewachsene Frau mit eher kräftigem Körperbau: Alessandra Bassi (26 Jahre alt; Name geändert) war vollkommen nackt und bleich im Gesicht. Der Polizeibeamte führte sie zwischen die beiden Eisenmasten. Ledermanschetten wurden um ihre Handgelenke gebunden. Diese wurden mittels zwei Stricken mit den Masten verbunden, so daß die Arme der jungen Frau nun seitlich nach oben wiesen und sie sich nur noch soweit bewegen konnte, daß sich ihre Arme nicht verkrampften. So hatte Alessandra Bassi einige Minuten unter den Augen der Zuschauer auszuharren. Dann fuhr ein weiteres Fahrzeug vor, ...
    welchem ein schwarz gekleideter und vermummter Mann mit einer Lederpeitsche in der Hand sowie zwei weitere zivil gekleidete Männer entstiegen. Der eine Zivilist, der sich als Urkundsperson des Ordnungsamtes von Maputo Port erwies, kündigte an, daß sogleich die öffentliche Disziplinierung der Bassi Alessandra im Sinne des Senatsbeschlusses vom 20. März 2008 erfolgen werde. Der zweite Zivilist war Arzt. Er blieb während des gesamten Vorgangs passiv. Der Urkundsbeamte nickte dem schwarz Vermummten zu, worauf dieser umgehend Alessandra mit der Peitsche einen Streich auf den linken Oberschenkel versetzte. Diese schrie kurz auf, biß jedoch in der Folge auf die Zähne. Die bleiche Farbe ihres Gesichtes hatte sich inzwischen in eine leichte, aber doch deutlich erkennbare Röte gewandelt. Die nächsten sieben Streiche erfolgten abwechslungsweise auf die rechte und die linke Pobacken, welche - ohne sichtbare Anzeichen für eine Verletzung - rasch eine kraftvolle rote Farbe annahmen. Den neunten und letzten Streich versetzte der Vermummte Alessandra auf den rechten Oberschenkel. Der Urkundsbeamte erklärte die Disziplinierung für erfüllt und lud die Umstehenden ein, sich stellvertretend für das Volk von Maputo von der Einwirkung der Züchtigung auf den Körper der Betroffenen ein Bild zu machen. Hierauf fuhren der Urkundsbeamte, der Arzt und der vermummte Vollstrecker weg. Die Polizeibeamten entfernten die Abschrankungen, womit es den Passanten möglich war, sich Alessandra zu nähern. Sie sorgten ...
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