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London Calling 01
Datum: 08.10.2017, Kategorien: Erotische Verbindungen,
für einen neuen Eingang und die Umrüstung zu einem Bad wollte er erst später durchführen. Ich hätte da anders agiert, aber es war ja schließlich sein Haus. Fertig war aber noch nichts, als Sara umziehen musste. Wir erledigten ihren etwas chaotischen Umzug mit einem Taxi. Sie hatte wirklich nicht viel Zeugens, was ich für den Zeitraum von mehr als zwei Jahren, den sie sich schon in London befand, erstaunlich fand. In der Nacht schliefen wir wieder händchenhaltend auf der schmalen Matratze ein. Ich war mit mir und der Welt relativ zufrieden. Am nächsten Tag aber meinte sie, wir sollten einmal probieren, ob wir die zwei übereinandergelegten Matratzen nicht doch nebeneinander legen könnten, mit dem Hinweis, ich bräuchte wohl doch meinen eigenen Schlafplatz. Ob sie in der Nacht oder am Morgen mit irgendwelchen Härtefällen konfrontiert worden war? Oder hatten meine Hände sich vielleicht an bessere Tage erinnert und im Schlaf ein Eigenleben entwickelt? Ich war ein wenig enttäuscht über diese Entwicklung. Und siehe da, zu unserer Überraschung klappte das Nebeneinanderlegen mit etwas Wölbung auf beiden Seiten. Na denne. Ich nahm dies als letztes klärendes Signal. Ich würde mit ihr als Freund zusammenleben und konnte mir alles Weitere abschminken. Vorerst zumindest. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Die Übergangszeit in der engen Shopfront sollte eh nicht besonders lange dauern. Schon nach anderthalb Wochen zogen wir in unser neues Reich. Es war uns klar, dass unser Zimmer ... Schauplatz diverser nächtlicher Zusammenkünfte werden würde, zumal es nun keinen Gemeinschaftsraum mehr gab. Allerdings war die Zeit der allnächtlichen wilden Partys nun vorbei. Eine Tatsache, die insbesondere Julie und Tanya begrüßten. Sara war froh, dass sie mit beiden gut zurechtkam, auch mit Sid und Matthew, nur mit Bob und Keylam wurde sie anfänglich nicht unbedingt warm. Frauen, die man nicht abschleppen konnte, waren für Bob uninteressant. Und Keylam war wohl ein wenig eifersüchtig auf ihr Talent. Dann war es soweit. Alle Vorarbeiten waren abgeschlossen und wir zogen in das geräumige Zimmer. Von irgendwoher organisierten wir ein Bett, auf dem Sara schlafen würde, ich schlief auf der massigen Couch, die wir wohl auch nicht in einem Stück aus dem Zimmer bekommen hätten, selbst wenn wir dies gewollt hätten. Das Klavier verblieb ebenfalls im Zimmer und ich klimperte schon oft darauf herum. Deutlich erfreulicher waren aber Sids Gastspiele, der wirklich ein begnadeter Pianist war. Wir waren uns bereits einig, dass wir eine Band formieren wollten. Wir hatten einen recht guten Schlagzeuger, der interessiert war und suchten nach einem vernünftigen Sänger oder einer Sängerin. Erst dachte ich an Joelle, aber verwarf den Gedanken dann wieder. Trotzdem sollte uns jemand ein wenig später ins Haus flattern. Zunächst aber erlebten wir die Ankunft einer weiteren Französin. Bob hatte sie eines Nachts mit aus dem Falcon abgeschleppt. Ich bekam sie zunächst nur kurz am Morgen zu Gesichte, ...