1. Vetternwirtschaft


    Datum: 30.08.2017, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    theoretisch. Aber schon jetzt fühl ich mich manchmal so schlapp --" "Nun hör doch mit dem Gejammer auf! Dein Verbrauch an Freundinnen -- entschuldige, so sollte man nicht sagen; also: Deine oft wechselnden Freundinnen sind doch schon Gesprächsstoff in der ganzen Familie -- du mußt doch eine Riesenerfahrung haben --" "Und --", fügte ich verschmitzt lächelnd noch hinzu, "natürlich -- du bist schon auf dem absteigenden Ast." "Wie meinst du das jetzt?", fragte Fredi mit besorgter Miene. "Ich hab irgendwo gelesen, der Gipfel der sexuellen Kraft ist -- jedenfalls bei euch Männern -- bei Anfang zwanzig. Und du mit deinen siebenundzwanzig -- na ja -- natürlich -- das geht schon abwärts!" "Hast du -- als Frau -- auch diese Erfahrung?" "Ich? Meinst du mich? Nein, überhaupt nicht! Im Gegenteil!" "Du meinst, bei dir geht es noch aufwärts?" "Ja, so hab ich das im Gefühl, aber vielleicht ist das ja bei Frauen anders. Das müßtest du doch beim Studium gelernt haben. Mal ernsthaft: Solches zu wissen, müßte doch gerade für eine Allgemeinmedizinpraxis wichtig sein, da kommen doch sicher immer mal wieder Patienten mit solchen Fragen wie Penislänge oder Schwanz nicht hochkriegen oder so was." "Natürlich haben wir das theoretisch gehabt, auch in der Psychologie und vor allem in der Andrologie, aber praktisch sieht das wohl bei jedem Menschen anders aus." "Genau so wird es sein! Wollen wir noch ein halbes Literle bestellen, oder sollen wir schon nach Hause wanken? "Bestellen wir noch einen halben, ...
    dann wanken wir richtig!" Diesen tranken wir fast wortlos, nur einmal sagte Fredi: "Danke für deine Offenheit!" und streichelte meine Hand. Als wir das "Xanthos" nach diesem Gelage verließen, war es nicht nur dunkel, sondern auch kühl geworden. Als ich schauderte, legte Fredi seinen Arm um mich und drückte mich an sich. So gingen wir kältehalber eng umschlungen den Weg nach Hause, wobei Fredi durch die Gehbewegungen immer wieder mit seiner Hand an meine Brust geriet und darauf immer wieder wegzuckte. Ich sagte zu ihm: "Sei nicht so besorgt wegen meiner Äpfelchen -- du bist doch mein Cousin!" Zu Hause sahen wir noch den Rest der Tagesthemen und verabschiedeten uns darauf mit einem hingehauchten Küßchen in unsere Schlafzimmer. Ich wusch mich andeutungsweise, legte mich alsobald mit einem leichten Nachthemd ins Bett und war nach dem Wein praktisch sofort eingeschlafen. Irgendwann in der Nacht wachte ich auf und hörte, wie sich jemand in mein Zimmer schlich. Ich erkannte gleich, daß es Fredi war; er flüsterte noch in der Tür: "Erschrick nicht, Melanie, ich bin's." Er ging zum Bett, legte sich neben mich und begann, sanft meinen Arm zu streicheln. Ich war schon ziemlich verwundert, aber bevor ich einen Ton rausbringen konnte, sagte Fredi mit sanfter Stimme: "Sag, Melanie, wenn ich lieber wieder gehen soll: Ich verschwinde sofort!" Eigentlich eine bodenlose Frechheit, aber mir tat Fredis Wärme neben mir so gut, daß ich den Gedanken: "Schmeiß den Fredi hochkantig aus dem Ehebett!" ...
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