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Nóstimon Hêmar
Datum: 19.05.2017, Kategorien: Erotische Verbindungen,
Tante Klara." "Ja, ich denke, das kann ich einrichten! -- Tschüs, Mama!" "Pass bloß auf dich auf, min Deern!" "Min Deern" -- das hatte sonst fast immer nur mein Vater in seinen allerliebsten Momenten zu mir gesagt! Auch Trudi brauchte mal einen ausführlicheren Zwischenbericht. Kaum hatte sie den Hörer abgenommen und erkannt, daß ich es war, die sie anrief, löcherte sie mich mit tausenden Fragen, natürlich auch der einen. "Nein, Trudi", sagte ich, als sie mit ihrem Schwall fertig war, "wir waren noch nicht. Aber heute kommt er zu mir zum Abendessen, und ich weiß nicht, was dann passiert -- ich hab nichts geplant, ich lass es sich entwickeln." Ich erzählte Trudi dann noch weiter von den von uns bisher durchlaufenen Stationen des Kennenlernens und versprach überflüssigerweise, sie über das Weitere auf dem laufenden zu halten. "Und wie geht es mir dir und Bernd?" "Bestens!" "Und habt ihr schon ans Heiraten gedacht?" "Ob du's glaubst oder nicht: Das haben wir! Und ich würd auch gern mit meiner besten Freundin eine Doppelhochzeit feiern -- wir würden ja doch ziemlich dieselben Leute einladen -- aber ich will euch natürlich auch nicht unter Druck setzen, wenn ihr euch mehr Zeit lassen wollt -- danach sieht es ja aus -- wenn ich denke: Mit anderen von deinen Freunden warst du doch schon nach einigen Stunden so weit -- und Karl war einer deiner liebsten Freunde -- weißt du noch -- wie lange ist das jetzt schon her?" Ich rechnete eine Zeitlang nach, dann zur Probe noch einmal in ... umgekehrter Richtung, und antwortete: "Sechzehn Jahre -- das hätte ich auch nicht gedacht, daß das schon so lange her ist -- aber jetzt sind wir ja älter geworden, reifer, und gehen nicht gleich mit ins Bett, wenn das erste Mal das Wort ,Sex` fällt." "Und ist es zwischen euch gefallen?" "Ja, aber nur in wissenschaftlichem Zusammenhang!" Die Woche über fieberte ich dem Samstag entgegen, und ich fragte mich immer wieder, wie wohl der Abend und die Nacht danach werden würde. Sollte ich Feuer geben oder Waldemars Avancen abwarten? Trudi riet mir zum ersteren -- "dann hast du was Interessantes zu erzählen" --, ich aber wählte das "zweitere" --, "dann hab ich auch was zu erzählen." "Aber nur, ob die Pizza nicht angebrannt war!" "Neugierige Nudel!", schimpfte ich, gab der guten Trudi aber doch ein Küßchen durchs Telephon. Nachdem ich am Samstag vormittag das noch Fehlende für den Abend eingekauft hatte, saß ich zu Hause und zählte die Minuten, bis es Zeit sein würde, die Pizzen zu belegen und in den Ofen zu schieben. Aus diesem unerquicklichen Wartezustand wurde ich kurz nach Mittag von einem Anruf Waldemars erlöst: "So, endlich sind unsere Firmengäste abgereist -- ich bin noch auf dem Flughafen. Du, Melanie, es ist doch ganz schönes Wetter, wollen wir nicht noch eine kleine Wanderung machen?" "Keine schlechte Idee -- aber was meinst du mit ,klein`: zehn Kilometer, zwanzig Kilometer, ...?" "Ich würde sagen: höchstens zehn. Kannst du dir schnell was anziehen -- ich bin mit den Leuten schon ...