1. Es ist viel zu beichten


    Datum: 07.02.2017, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    setzten uns in der Küche zusammen. "Nun sag mal, wie geht es dir?", fragte ich Peter, und er stellte praktisch gleichzeitig eine ähnliche Frage. "Ich lebe, wie du ja jetzt weißt, im Traumland von Erna -- das hat sie sich immer gewünscht, seit sie mal ein Semester in Houston war, und dann ergab sich die Gelegenheit mit der Werft in Galveston. Wir bauen Schiffsdiesel aus Deutschland ein, und ich wickel die Importgeschäfte und das Sprachliche ab. Ich konnte günstig ein Haus kaufen, und wir leben das Leben der amerikanischen middle class." "Und die Kinder?" "Die können schon besser American English als Deutsch. Ich hab mir ein paar Videos mit guten Kinderfilmen besorgt, damit die Rabauken sich wenigstens auch ans English English gewöhnen." "Und arbeitet auch Erna?" "Nein, aber sie macht ehrenamtlich in unserer Lutheran Church mit. Wir haben übrigens einen Pastór, der ist kurz vor der Wende aus der DDR geflohen, und weil es ihm in der BRD auch nicht gefiel, ist er gleich in die States weitergezogen und hat da geheiratet -- eine ganz liebe Familie, unsere besten Freunde." "Und dann willst du hier mit einem fremden Weib rummachen." "Ob du es glaubst oder nicht: Das hab ich dem Johannes -- so heißt der Pastór -- gebeichtet, aber er hat die Beichte nicht angenommen. Es gibt zwar in der evangelischen Kirche auch das Sakrament der Beichte, aber vorher beichten gibt es nicht, nur nachher. Ich soll es nicht zu doll treiben, hat er mir auf den Weg gegeben." "Dann halt dich da mal dran!" ...
    "Das hab ich auch vor! -- So, zeigst du mir mal die Wohnung?" "Okay! Hier ist die Küche --" "Das weiß ich schon!" " -- diese Tür führt ins Arbeitszimmer, hier ist mein Computer und die Hälfte meiner Bücher -- und eine Liege: Hier wirst du schlafen!" "???" "Ja: Erstens bist du verheiratet, und zweitens hast du doch eben selbst gesagt --" "Ich hatte gehofft, ehrlich, wir kuscheln wenigstens zusammen wie in alten Zeiten!?" "So -- hattest du gehofft -- ein Wüstling warst du ja schon immer -- du hast mich ja schon in Italien verführt --" "Da hast du mich verführt!" "Fang nicht wieder damit an -- es klingelt, das wird dein Taxi sein!" Und in der Tat brachte der gute Taxifahrer Peters zwei große Koffer. Wir ließen ihn mit dem Summer ein, und bald stand er vor der Tür und lieferte die Koffer ab. "Danke! -- Setzen Sie sich bitte noch etwas in den Wagen und warten -- wir fahren gleich weiter zum Essen -- das Warten bezahlen wir natürlich!" "Wird gemacht, Meister!" "So, Melanie", wandte sich Peter wieder mir zu, "Zeigst du mir nicht noch schnell die anderen Räume?" "Ja: Hier ist das Gästeklo, hier das Wohnzimmer -- niemand kann in die Wohnung sehen, außer er legt sich da drüben in die Büsche, darum zieh ich auch für gewöhnlich die Gardinen nicht zu -- hier auf dem Sofa kann man auch schlafen -- und wenn du hier durchgehst, ist da das Badezimmer und Klo und hier mein Schlafzimmer." "Das ist ja auf- und anregend", rief Peter aus, als er die verspiegelte Schrankwand sah, "und du willst ...
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