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Es ist viel zu beichten
Datum: 07.02.2017, Kategorien: Erotische Verbindungen,
mitgekriegt, Peter, wir sind auch zu dem Empfang nach der Première eingeladen -- da kannst du nicht so gehen!" "Oh, dann muß ich dich bitten, meinen besten Anzug zu bügeln!" "Na, dann rück ihn mal raus." Damit war der Nachmittag ziemlich gelaufen: Abendkleid bügeln -- " soll ich das kürzere oder das längere anziehen? "Das kürzere!" "Hab ich mir bei dir gedacht!" Peters Anzug mit Weste bügeln -- sonstiges bügeln vom Oberhemd bis zum Taschentuch für die Brusttasche -- und die Krawatte, die Peter aussuchte, hatte es auch nötig! Und Peters schwarze Schuhe noch einmal auf Hochglanz bringen! Schließlich waren wir fertig und fanden gegenseitig, wir sähen großartig aus und Männer beziehungsweise Frauen könnten schwach werden. Wir bestellten ein Taxi, fuhren zum Theater, betraten das Foyer, Peter bezahlte und holte die Karten. Ich sah mich um, sah aber kein bekanntes Gesicht. Meine Kollegen leisteten sich normalerweise keine Premièrenkarten. Das Stück Andorra begleitete mich seit meiner Schulzeit. Wir hatten einen modernen Deutschlehrer, der es mit uns durchnahm. Und unerfahrene Backfische beeindruckte besonders die Stelle "und auf den Bock/und ab den Rock" mit ihrer direkten sexuellen Anspielung, aber älter geworden und die Gesamtaussage des Stückes in Betracht ziehend fand ich die Stelle eher zum Heulen. Das merkte Peter und drückte mir zart die Hand. Nach der Aufführung kam gleich Herr Kreuzer auf uns zu -- er hatte meinen Charakterkopf wiedererkannt, wie er lachend sagte -- und ... führte uns in den Saal, in dem der Empfang ausgerichtet wurde. Man stand um ein reich gedecktes Bufett herum und mußte erst einmal einige Ansprachen über sich ergehen lassen, unter anderem auch vom Kultursenator. Der Schulsenator war angeblich eingeladen, glänzte aber durch Abwesenheit. Ich hätte bei dieser Gelegenheit gern einige Wörter über den Alltag an den Schulen mit ihm gesprochen. Herr Kreuzer stand bei dem Empfang meistens allein herum, und so ging ich zu ihm und zog Peter hinter mir her. Ich stellte Herrn Kreuzer Peter als "Studienkollegen, jetzt in Amerika lebend" vor und dankte ihm dafür, daß er uns die Karten verschafft hatte. Herr Kreuzer freute sich über die freundliche Ansprache und taute auf, und schließlich sagte Peter: "Wir wollten nachher noch essen gehen. Kommen Sie nicht mit, Herr Kreuzer?" "Sehr gern! Danke für die Einladung." "Gehen wir nicht schon jetzt", schlug ich vor, "ich kenne hier sonst keinen Menschen, und wir sollten uns hier nicht den Appetit verderben." Die beiden Herren waren einverstanden, Herr Kreuzer mußte sich noch von einigen Bekannten verabschieden, und wir traten ins Freie. "Wohin willst du uns denn einladen, Peter?", fragte ich. "Alsterpavillon natürlich", antwortete Peter. "In den Alsterarkaden unten soll auch ein gutes Restaurant sein", gab Herr Kreuzer zu bedenken, "und ich bezahl natürlich für mich -- wir kennen uns doch kaum!" "Da machen Sie sich man keine Sorgen um!", sagte Peter jovial und faßte Herrn Kreuzer in genau angepaßter ...