1. Es ist viel zu beichten


    Datum: 07.02.2017, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    das wäre eine Blamage, wenn ich ihn nicht finden würde. "Du mußt doch morgen fliegen!?", fragte ich vorsichtig. "Nein -- hab ich dir das noch nicht gesagt -- ich konnte verlängern -- ich flieg erst Montag nachmittag -- wir haben noch das ganze Wochenende!" "Wie schön!", sagte ich, ohne meine Freude zu verbergen. "Also: nicht im Schauspielhaus, sondern im Thalia-Theater, und es ist Andorra --" "Wunderbar!" "Und den Herrn mit den Karten hab ich seit Jahren nicht mehr gesehen -- aber ich versuch mal, ihn zu erreichen." Inzwischen war mir eingefallen, daß der Herr Kreuzer hieß, und ich fand seine Telephonnummer in meinem Notizbuch. "Kreuzer!", sagte eine unfreundliche Frauenstimme. "Guten Tag, hier ist Melanie Knaack, ich hätte gern mit Herrn Helmut Kreuzer gesprochen." "Der wohnt nicht mehr hier." "Aber können Sie mir nicht seine jetzige Telephonnummer geben!" "Die steht im Telephonbuch." "Aber da sind doch zwei Seiten Kreuzer und eine Spalte Helmut Kreuzer." "Mein Ex wohnt in der Legienstraße, wenn er nicht schon wieder weitergeflogen ist." "Danke, mein liebes Kind. Das war sehr sehr freundlich von Ihnen!" -- Blöde Kuh! Zum Glück fanden wir einen der vielen Helmut Kreuzers in der Legienstraße, und ich rief an. "Hier Helmut Kreuzer." "Hier Melanie Knaack." "Oh, hallo Melanie, wie geht es dir -- lange nichts von dir gehört -- aber sag mal, haben wir uns damals geduzt?" "Nein, haben wir nicht!", lachte ich. "Oh, dann entschuldigen Sie, Frau Knaack. -- Womit kann ich Ihnen ...
    heute dienen." "Vermitteln Sie immer noch Theaterkarten? Ich hätte gern zwei für die Andorra-Première heute abend." "Das kann ich jetzt noch nicht zusagen, aber ich bemüh mich. Rufen Sie in einer halben Stunde wieder an?" "Tu ich!" "Sagen Sie -- Sie haben doch nicht vorher bei meiner Ex angerufen?" "Doch, ich hatte nur die Nummer. Das ist ja ein Herzchen. Bis ich der die Legienstraße aus der Nase gezogen hab!" "Ich entschuldige mich hiermit für sie. Sie kann nicht anders. Also dann bis gleich!" "Na, das scheint ja zu klappen!", meinte Peter. "Ich hab übrigens bei dir eine Dose Erbseneintopf gefunden und in der Küche warmgemacht -- denn können wir essen, wenn du willst." "Mensch, warum sagst du das nicht! Der ist sicher schon verbrannt!" War er aber nicht, und wir aßen, nachdem ich mich aus- und einen Bikini angezogen hatte, in leichter Garderobe auf dem Balkon. Danach rief ich wieder Herrn Kreuzer an, und er sagte gleich strahlend: "Sie haben Glück, Frau Knaack, an der Abendkasse liegen zwei Karten für Sie zum Abholen, ich hatte aber leider nur noch ziemlich weit hinten, Reihe fünfzehn, und die Karten sind ziemlich teuer." "Das macht nichts, Herr Kreuzer!" "So, so, reicher Onkel aus Amerika in Hamburg?" "Nein, Herr Kreuzer, reicher früherer Studienkollege." "Sehr schön, Frau Kreuzer! Darf ich Sie dann beide zu dem Empfang nach der Première einladen. Als Legitimation haben Sie ja den Umschlag mit den Karten mit Ihrem Namen." "Danke, Herr Kreuzer, wir kommen gern!" "Hast du es ...
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