1. Es ist viel zu beichten


    Datum: 07.02.2017, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    Lateinarbeitshefte. Nach einer Viertelstunde ging das Telephon. Hatte Peter was vergessen und sollte ich es ihm womöglich nachbringen? Nein, es war Stefan. "Lebst du noch? Seit zwei Wochen hast du dich nicht mehr gemeldet! Wie geht es dir?" "Geht so -- kann ich vorbeikommen?" Der Club sollte also um vier Uhr schließen, und Stefan blieb nie länger als zwei Stunden -- das ging locker -- und auch die Hefte mit der Lateinarbeit hatte ich am nachmittag schon zu drei Vierteln fertigbekommen. "Ja, komm nur!", sagte ich also. Stefan würde etwa zwanzig Minuten für den Weg brauchen. Ich warf die Kaffeemaschine an, holte eine Kuchenroulade aus dem Kühlschrank -- Stefan aß gern Süßes -- und korrigierte noch zwei Lateinarbeiten. Stefan klingelte nach der erwarteten Zeit, ich begrüßte ihn mit einem herzhaften Kuß -- unser Ritual hatte sich in den zwei Jahren, seit wir uns kennengelernt hatten, vom Begrüßungskuß über die Beziehungs-Gespräche bis zu den Bettübungen eingespielt. Stefan merkte aber sofort, daß etwas anders war. Auf seine fragend umherschweifenden Blicke sagte ich: "Mein Exfreund Peter ist für eine Woche hier -- ich hab dir von ihm erzählt -- wir sind auch wieder im Bett tätig gewesen -- ehe du danach fragst." "Und wo ist er jetzt?" "Er ist mit früheren Freunden ausgegangen." Wir setzten uns aufs Sofa, Stefan verschlang die "größere Hälfte" der Roulade und begann: "Was soll ich nur machen, Melanie? Gerda drängt auf Scheidung -- und jetzt droht sie, meine Frau anzurufen und ihr ...
    alles zu sagen -- und sie sei meine richtige, eigentliche Ehefrau." "Erpressung! Das geht doch jetzt schon mindestens zwei Jahre -- seit wir uns kennen. Du mußt unbedingt mit Gerda Schluß machen, aber auch mit deiner Frau reden. Du bist jetzt dreiundfünfzig und noch voll im Saft. Du mußt es deiner Frau sagen, wenn du auch noch ,richtigen` Sex mit Ficken haben willst, und sie muß dir Puffbesuche oder eine Freundin erlauben. Da kommst du nicht um rum. -- Übrigens: Ich bin doch wohl deine ,richtige, eigentliche Ehefrau`, oder? Aber sei beruhigt: Ich ruf deine Frau nicht an -- aber ich steh auch nicht für eine Heirat zur Verfügung, wenn du das meinen solltest. Du darfst deine Frau in ihrem Alter jetzt nicht allein lassen, das hab ich dir auch schon eingeschärft. Deine Freundin kann ich sein, auch im Bett, aber weiter nichts!" "Du hast ja so recht, Melanie, aber was soll ich nur Gerda sagen. Für sie ist es doch auch schwer, wenn ich sie jetzt nach acht Jahren einfach fallenlasse." "Klar ist Gerda das größere Problem, aber da mußt du jetzt durch. Soll ich mal mit Gerda reden?" "Um Gottes willen, nein! Gerda würde ausrasten, wenn sie von dir erführe!" "Dann mußt du oder deine Frau mit Gerda reden, nachdem du ihr von deinem Doppelleben gebeichtet hast. Von mir brauchst du nichts zu erzählen. Ich verspreche dir: Ich werde keinen Skandal machen, ob du mich besuchst oder mit mir Schluß machst." "Wenn ich dich doch nur früher kennengelernt und geheiratet hätte!" "Nichts ,hätte`, ,hätte`! ...
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