1. Es ist viel zu beichten


    Datum: 07.02.2017, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    Jugend -- "die interessieren sich überhaupt nicht mehr für Kunst, haben alle schon Pornos gesehen und wollen nicht Unterricht in Maltechniken, sondern im Aktzeichnen! Man glaubt es nicht. Und es wollen nicht nur die Jungs die Mädchen zeichnen, sondern auch die Mädchen die Jungs, aber die wollen sich nicht ausziehen." "Und warum macht ihr das nicht, wenn die jungen Leute sowieso schon alles wissen?" "Weil es nicht im Lehrplan steht, und wenn es rauskäme, gäbe es einen Riesenskandal! Das wär doch ein Fressen für die Blödzeitung: ,Skandal an Hamburger Schulen! Lehrer läßt unschuldige Mädchen nackt abmalen!` ,Unschuldig`, daß ich nicht lache." "Ich muß als Deutschlehrerin protestieren!" warf ich ein. ",unschuldig` und ,noch keinen Sex gehabt haben` -- das meinst du doch, Bernd? -- das sind verschiedene Bedeutungsfelder." "Du hast ja recht, Melanie, aber Aktzeichnen auf dem Gymnasium, das geht doch nun wirklich nicht." "Wenn die so kunstbeflissen sind", meinte Trudi, "dann können die jungen Leute sich doch bei ihren Orgien abzeichnen -- die feiern doch wahrscheinlich so, wie wir es auch getan haben -- da ging es manchmal hoch her -- das wißt ihr doch alle noch." "Wenn ich so eure Diskussion mit anhöre und an Amerika denke -- unvorstellbar -- überhaupt der Gedanke -- Aktzeichnen -- Knüppelparties -- das gibt es natürlich, muß sich aber völlig verstecken -- und wenn es rauskommt, daß meine Töchter solche Parties feiern, dann müßte ich für sie eine andere Schule und für uns eine ...
    andere Wohnung suchen." "Und was machen wir morgen?", fragte Trudi nach einer Pause. "Ich schlage vor: Fahren wir nicht alle nach Grömitz zum FKK-Strand -- ich wollte Bernd schon längst den Ort unserer Schandtaten zeigen." Peter war alles andere als abgeneigt, er warf mir lüsterne Blicke zu, und ich schlug vor: "Oder fahren wir zu dem einsamen Strand unter dem Brodtener Ufer, da ist -- fast -- kein Mensch, und wenn es uns kommt, können wir auch -- ich glaub, ich muß nicht weiter reden." "Das wäre toll!", meinte Peter. "Ich weiß nicht", sagte Bernd, "wir sind doch nicht mehr in dem Alter, ,es` am Strand zu machen, das ist doch mehr was für junge Leute, die keine andere Gelegenheit haben." "Bernd ist nämlich kein Freund der Freiluftbetätigung -- er ist eben so, das muß man respektieren", erklärte Trudi. "Okay", sagte ich, "dann also der Strand in Grömitz. Das hat auch den Vorteil: Da sind Duschen, da kann man Tischtennis spielen, da ist ein Restaurant und ein Jazzclub, wohin man bei Regen flüchten kann -- und ihr Männer könnt euch an Haufen nackter Weiber sattsehen -- das hast du am Brodtener Ufer nicht, mein lieber Peter, da hast du nur uns, und das wird dir bald langweilig!" "Das wird mir überhaupt nicht langweilig -- aber ich akzeptiere natürlich auch Grömitz." Es wurde ausgelost, mit welchem Auto wir fahren sollten, und das Los fiel auf Bernds uraltes Citroen-Haifischmaul, von dem er sich nicht trennen wollte, solange es Ersatzteile gäbe. Wir unterhielten uns noch eine Weile ...
«12...242526...43»