1. Melissa 2 von 9


    Datum: 18.01.2017, Kategorien: Hardcore, Tabu,

    lief wie von selber ab. Dabei hatte ich wirklich den Eindruck, als wenn mein Gehirn keinen Anteil daran hatte. Ich dachte an nichts, wirklich an nichts, konzentrierte mich nur auf die Töne. So in etwa hatte ich mir immer Entspannung vorgestellt und nicht begriffen, dass sie so nah war, wenn man wollte. Einfach nur Musik und etwas Bewegung dazu und schon konnte man ein wenig vor den Sorgen und der Welt flüchten. Wenigstens ein paar Minuten. Als das Stück vorbei war, fühlte ich mich ein wenig leichter, grinste Kirsten an, die mich ebenfalls mit großen Augen betrachtete. „Und?“, fragte sie, „hat es gefallen? Ist doch gar nicht so schlimm. Man muss sich nicht vor anderen verstecken. Ich zum Beispiel bin viel zu dünn. Mir wäre es lieber, etwas mehr auf den Knochen zu haben. Aber ich kann so viel essen, wie ich will, es klappt einfach nicht. Habe mich inzwischen damit arrangiert. Ist einfach so. Was meinen sie, darf ich noch einen Drink?“ Die Frage folgte jetzt ansatzlos dem Vorigen und ich war etwas verwirrt. Ich war es nicht gewohnt, dass Menschen eine 180-Grad-Wendung in der Kommunikation machten. Darum konnte ich ihr nicht gleich folgen. „Ähhhm, sicher kannst du noch einen bekommen. Du wirst ja sicher wissen, wann du aufhören musst. Ist genug von da! Ach ja, du bist nicht zu dünn. Sei froh das es so ist. Solange das nicht krankhaft ist, der Psyche oder einem falsch verstandenen Schönheitswahn entspringt, ist das vollkommen in Ordnung.“ Während ich ihr Glas nahm und zum ...
    Barschrank ging, drehte sich Kirsten ein paar Mal langsam im Kreis und meinte. „Sie finden mich also nicht zu dünn? Dabei hätte ich gedacht, dass alle Männer auf die kurvenreichen Vertreterinnen meines Geschlechts ständen. Größer, mit breiterer Hüfte und ausladenden Brüsten.“ Unterdessen hatte Kirsten aufgehört sich im Kreis zu drehen und sah mich mit ihren Kulleraugen fragend an. Ich goss erneut etwas in unsere Gläser ein und drehte mich zu ihr um. „Alle Männer? Es gibt niemals etwas für alle. Alle ist ein Begriff, den man nicht nehmen sollte. Einige oder viele, könnte man nehmen. Aber alle? Ich persönlich finde dich gut, so wie du bist, und wenn ich das sage, können es nicht mehr alle sein!“ Ohne eine Antwort kam sie zu mir herüber, stellte sich vor mir auf die Zehnspitzen und gab mir einen Kuss auf den Mund. Genauso zart wie schon einmal, nur nahm sie ihre Zunge, dieses Mal, nicht zur Hilfe. „Danke, das ist sehr nett von ihnen. Ich hoffte nur, es gäbe mehr Männer wie sie!“ Dann nahm sie mir ein Glas aus der Hand, ging zum Sofa zurück und kuschelte sich wieder in ihre Ecke. Wenig später saß ich auf der anderen Seite und schwelgte noch in dem flüchtigen Geschmack, den ich von ihren Lippen noch auf den meinen hatte. „Die Musik ist einfach traumhaft. Schade das ich mich nicht mal lang machen kann. Ich glaube, im Liegen könnte ich sie noch besser genießen.“ „Mach es ruhig. Ich setze mich solange in einen der Sessel. Kannst dich dann ausstrecken. Müsste in der Länge für dich reichen. ...
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