1. Mitternacht


    Datum: 31.01.2018, Kategorien: BDSM,

    ich seinen Worten. Ich kann keinen klaren Gedanken fassen, doch überdeutlich spüre ich seine Hand an meinem entblößten Hals. Ohne Vorwarnung drückt er mich noch stärker gegen den Baum, die Rinde kratzt schmerzhaft über meine Handrücken. Mit seinem Körper drückt er mich gegen den Baum, lässt mir keinen Ausweg. Seine Hand legt sich um meinen Hals, seine Finger schließen sich fest. Ich bekomme genügend Luft, doch die Geste ist unmissverständlich: ich bin ihm ausgeliefert. Sein Blick fesselt mich. Ich bin nicht in der Lage, meine Augen abzuwenden. „Wenn Du wissen willst, wie es ist, dann komme morgen um Mitternacht hierher. Bedenke Deine Entscheidung gut, denn wenn Du einmal hier bist, wird es für Dich kein Zurück mehr geben.“ Ein letzter Druck an meinem Hals, danach lässt er mich los und tritt einen Schritt zurück. „Mitternacht.“, sagt er noch einmal. Dann dreht er sich um und geht. Ohne ein weiteres Wort, ohne einen Blick zurück. Noch immer stehe ich an den Baum gedrückt, vollkommen allein. Verwirrt, schwer amtend und erregt. Unfähig, zu begreifen, was gerade geschehen ist. * Mein Herz pocht schmerzhaft gegen meine Brust, als ich die Augen aufschlage. Dunkelheit umgibt mich. Nur durch das Fenster fällt ein wenig Licht, angestrahlt durch die Straßenlaterne wirft der Baum unheimliche Schatten an die Wand. Ein Traum, es war nur ein Traum…und doch so real. Als wäre er wirklich hier gewesen; als wäre er gestern Abend nicht gegangen und hätte mich alleine in der Nacht ...
    zurückgelassen. Sogar seine Hände fühle ich noch auf mir. An meinem Hals, auf meinen Brüsten, auf meinen Schenkeln. Mein Herz rast und ich bin bedeckt von einem dünnen Schweißfilm. Alles tut mir weh. Es fühlt sich an, als wäre der Schmerz, den er mir im Traum zugefügt hat, real. Mein Körper steht in Flammen. Mein Blick fällt auf den Wecker, 2:58 Uhr. Ich stehe auf und trete ans Fenster. Draußen ist alles ruhig, die Äste des Baumes sind das einzige, was sich bewegt. Und doch fühle ich mich beobachtet. Ein Schauer läuft meinen Rücken herunter. Schnell wende ich mich vom Fenster ab. Ich werde noch völlig paranoid, denke ich. Das helle Licht im Badezimmer blendet mich. Mit geschlossenen Augen stolpere ich zum Waschbecken. Ich drehe das kalte Wasser auf, halte meinen Kopf unter den Strahl und lasse das kühle Nass über meinen Nacken laufen. Meine Haare werden nass, aber das kümmert mich nicht. Das kalte Wasser hilft mir, meine Gedanken zu sortieren, und langsam komme ich wieder in der Realität an. Ich habe nur geträumt. Das Buch und die aufwühlende Begegnung mit dem Fremden sind verschmolzen. In meinem Traum war es nicht mehr der Entführer, der die junge Frau ans Bett fesselte. Nein, ER überwältigte mich, drückte mich nach vorne, bis ich seiner Kraft nicht mehr wiederstehen konnte und bäuchlings aufs Bett fiel. Arme und Beine fixiert lag ich da, nackt, ein dickes Kissen unter mir, das mein Becken nach oben hob. Ich konnte mich nicht bewegen, konnte nicht sehen, was um mich herum passierte. Und ...
«12...567...»