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Im wilden Osten
Datum: 22.11.2017, Kategorien: Erotische Verbindungen,
in einer winzigen Blockwohnung wohnt." "Vielleicht erwartet sie, daß du eine Suite im Hotel nimmst." "Bestimmt nicht. Ich weiß ja auch gar nicht, welche Hotels für so was in Frage kommen." "Da wird sich schon was finden. -- Also gut, wir hatten das ja mal besprochen. Und wirklich nur einmal -- keine Beziehung, hörst du? - Und noch unter einer weiteren Bedingung." "Und die wäre?" "Ich hab auch so einen Fall --" "Wie -- du auch?" "Wir sind wohl auch in der Beziehung ähnlich und passen gut zusammen. -- Ich hab dir doch von meinem Kollegen Matthias erzählt --" "Der mit den Schmalzhaaren --" "Genau der -- inzwischen macht er sich die Haare normaler -- der schließt sich mir immer mehr an, sucht immer meine Nähe, setzt sich im Lehrerzimmer, wenn es irgend geht, immer neben mich und hat offenbar eine große Begierde nach mir. Er hat eine fürchterliche Frau, mit der ich ihn mal auf der Straße getroffen hab, dick allein würde ja gehen, aber dick und muffig -- na ja, ich würde auch bei dem gern mal sehen, wie er das macht, mich rumzukriegen, hier geht es natürlich nicht, aber er ließ vor kurzem mal durchblicken, seine holdes Weib würde demnächst vor dem kalten Winter hier zu ihrer Mutter nach Deutschland flüchten." "Dann hat Matthias eine sturmfreie Bude und kann dich da ungestört vernaschen." "Vernaschen -- was für Ausdrücke! Aber du hast ja recht, du willst ja auch deine Rodica vernaschen. Es sind ja wirklich nur Bonbons in unserem langweiligen Ehealltag." "Von wegen langweilig", ... sagte Waldemar erleichtert, bäumte auf, und da das Gespräch über dieses Thema seine Lebens- und Liebesgeister wieder mächtig angeregt hatten, konnte er mich nach Strich und Faden, nach Stoß und Stich bearbeiten. "Ich -- weiß -- doch --", keuchte er zwischen den letzten Stößen, "wer -- meine -- richtige -- Frau --" Zum letzten Wort kam er nicht mehr, sondern fiel ermattet auf mich. So schliefen wir ein, und so fand uns der nächste Morgen. Als wir aufgewacht waren, uns unserer Lage bewußt wurden und uns das gestern-abendliche Gespräch einfiel, lachten wir uns an, und Waldemar sagte: "Wir sind schon Marken, verabreden, wie wir mit anderen Partnern fremdgehen, sind aber so teuflisch, daß wir sie nur einmal ranlassen wollen --" "Wir sind eben noch neugierig auf dem Gebiet!" "Und das ist doch ein Zeichen von Gesundheit!" "Von strotzender Gesundheit! -- So, ich geh jetzt ins Badezimmer, du kannst machen, was du willst. Vielleicht rasierst du dich unten rum, vielleicht erwartet die elegante Dame einen unten modisch frisierten Herrn -- oder mach das Frühstück." Bei demselben beichtete ich Waldemar noch etwas: "Übrigens hat Matthias schon einmal meinen Busen begrapscht." "Der Frechling!" "Er sagte, ich hätte da ein Haar. Das hatte ich wirklich. Aber er hat dann doch länger als unbedingt nötig am Pullover über meinem Vorbau rumgeknuddelt." Ehrlich gesagt: Die Idee, mir Matthias ein- und nur einmal zur Brust zu nehmen, hatte ich erst während des Gesprächs mit Waldemar. Bis dahin war mir ...