1. Samira Teil 3


    Datum: 05.09.2017, Kategorien: Hardcore,

    Schlecht schlief ich in der Nacht. Die Gedanken an diesen Tag hielten mich wach, denn ich dachte darüber nach, was mir wiederfahren war. Auch wurde mir nicht klar, wohin es führen würde. Das wiederum würde ich nur herausbekommen, wenn ich erneut hinging. Dabei wusste ich, dass meine Neugierde es nicht zulassen würde, es nicht zu tun. Am Morgen wachte ich wie gerädert auf, hatte jedoch Glück, dass nichts Wichtiges anlag. Also stand ich auf, verrichtete die Dinge des Alltags und begann einen Text zu korrigieren. Eine Tätigkeit, die ich zwar hasste, aber in diesem Moment in Ordnung war. Als es Mittag wurde, legte ich mich noch einen Moment hin, um die verlorenen Stunden der Nacht aufzuholen. Erst jetzt fiel ich in einen erholsamen Schlaf, hätte beinahe die Zeit verpennt, in der ich losgehen wollte. Als ich aufwachte, sprang ich vom Sofa, rannte ins Bad, spritzte mir ein wenig Wasser ins Gesicht, spürte die kühlende Wirkung und war wenige Minuten später aus dem Haus. Zielsicher fand ich das Grundstück mit der hohen Mauer und schlüpfte durch das Tor. Den Weg entlang, war ich erneut fasziniert von seiner Gestaltung. Doch ich brachte ihm weniger Aufmerksamkeit entgegen, als beim ersten Mal. Auch die Villa ließ ich links liegen, stattdessen zog es mich zum Wohnwagen. Als ich in die Sichtweite kam, konnte ich Asifa sehen, die vor einem der Beete kniete und anscheinend Unkraut zupfte. Neben ihr stand eine große Gießkanne, die sie sicher noch zum Einsatz bringen wollte. Ich begann zu ...
    pfeifen, denn ich wollte nicht lautlos von hinten an sie herantreten und erschrecken. Ich kannte das und hasste es selber. „Ah, Ralf, schön das du den Weg zu mir gefunden haben. Es freut mich, dass du gekommen bist!“, sagte Asifa, ohne sich umgedreht zu haben. Auch hatte sie mich nicht kommen sehen können. Daher wunderte es mich, dass sie wusste, dass ich es war. Aber wie sagte man doch im Scherz so schön: „Wenn man sich bei einer Hellseherin anmelden muss, kann sie nicht gut sein!“ Erst jetzt stand sie auf, griff nach der Kanne, und während sie das Wasser auf die Pflanzen regnen ließ, sah sie mich von der Seite her an. Sie lächelte und wirkte freundlich. „Du siehst aus, als wenn du wenig geschlafen hast. Nicht gut für den Geist. Du solltest früher ins Bett gehen. Ich selber schlafe gerne lange. Es tut gut und macht eine alte Frau jünger!“ Dabei lächelte sie mich noch immer an und schwenkte die Kanne hin und her. „Du bist doch nicht alt!“, kam es von mir, obwohl ich sie noch immer nicht schätzen konnte. „Schmeichler. Ich bin älter als du glaubst. Aber wie jede andere Frau, habe ich meine Mittelchen und Wege, mein Alter zu verschleiern. Was schätzt du denn, wie alt ich bin!“ Eine Fangfrage, die ich nicht zufriedenstellend beantworten konnte. Schätzte ich zu hoch, waren die meisten Frauen eingeschnappt, schätzte ich zu niedrig, glaubten sie, dass ich mich einschleimen wollte. Daher suchte ich nach einem Weg aus dem Dilemma. „Egal wie alt du bist, du siehst gut aus. Warum soll ich ...
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