1. Unvorbereitet


    Datum: 15.08.2017, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    aber auch nicht viel Erfahrung besessen. Miteinander Sexualität zu entdecken war etwas Spannendes gewesen. Dumm nur, dass er sich bald dabei vorkam, als segelten sie im gleichen Wind, auf den gleichen Wogen mit unterschiedlicher Geschwindigkeit. Er war der Katamaran, der durch aufspritzende Gischt dahinschoss, weiter eilen wollte und den Wind gierig aufnahm. Sie eine kleine, genügsame Jolle, die gern gemütlich schipperte. „Fuck" sprach er laut aus. Dieses ständige schöngeistige Überhöhen. Er fiel wieder zurück in eine gehasste Gewohnheit. Der Sex mit ihr war schlecht gewesen, über Jahre hatte er mit seiner Hand besseren gehabt. Ihr war einfacher Blümchensex genug gewesen. Ein bisschen streicheln, Missionarsstellung, nicht zu laut stöhnen, fertig. Es hatte ihn viel Überzeugungskraft gekostet, sie dazu zu überreden, sich den Intimbereich zu rasieren. Viiieel beharrliche Überzeugungskraft. Sie hatte es schließlich gemacht, aber oft, auch noch zwei Jahre später, immer wieder fallen lassen, dass sie es ja eigentlich nur ihm zuliebe mache. Am Ende ihrer Beziehung hatte sie sich schon so sicher gefühlt, dass sie sich ohne weiteres auch wieder einen Drei-Wochen-Busch stehen ließ. Warum auch nicht? Geleckt werden wollte sie ohnehin nicht, ihr war das „irgendwie unangenehm", Benni hatte aber gewusst, dass es auch ein wenig ihr schlechtes Gewissen war, weil sie sich nie dazu durchringen konnte, ihm im Gegenzug für einen sorgsam herbeigeleckten Orgasmus wenigstens ansatzweise einen zu ...
    blasen. Sein Schwanz (nicht dass sie ihn so genannt hätte) könne so sauber sein wie er wolle, sie müsse trotzdem immer würgen, auch weil ihr Mund ja so klein sei und so weiter. Solchen kruden Ablehnungsgründe hatte sie ihm aufgetischt und er hatte sie geschluckt. Also nicht mal kurz anblasen, von Kommen in den Mund gar nicht zu reden. Das gleich Spiel am anderen Ort: Das Anklopfen seiner Fingerkuppe an ihrem Anus hatte zum sofortigen Abbruch aller Aktivitäten geführt. „Ich weiß nicht warum du so was machst. Das ist doch nur ein Ausgang, da hat man doch keinen Sex. Ich finde das nicht richtig". Danach war sie zwei Wochen „nicht in der Stimmung" gewesen -- was übrigens nicht bedeutete, dass sie ihm zur Erleichterung ab und zu einen runtergeholt hätte. „Diese monotone Hin-und-Her macht mir keinen Spaß." Von Selbstbefriedigung wurde nicht gesprochen. Masturbation war bei ihr derart ausgeschlossen, dass sie kaum nachfragte, wie es damit bei ihm aussah. Hätte er ihr von den Pornos erzählt, hätte ihm ein mehr als ernsthafter Streit ihn Haus gestanden. Außerdem hätte ein Hand-Job bedeuten können, dass Sperma irgendwo anders hin als in ihre Vagina gelangt wäre. Auch das war ihr unangenehm, bei ihrem Vorschlag, sie könnten ja trotzdem Kondome benutzen, obwohl sie aus medizinischen Gründen weiter die Pille nahm, war, hatte er sich allerdings energisch quer gestellt. Wenigstens das wollte er sich nicht nehmen lassen, auch wenn es nicht grad zur erotischen Stimmung „danach" beigetragen ...
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