1. Weihnachten zu dritt Teil 9


    Datum: 09.06.2017, Kategorien: Hardcore,

    der Platte gewesen sein musste. Sofort stand er fast kerzengerade da und Fritz stand einen Moment da, um es sich anzusehen. Zum Schluss ging Fritz noch einmal ins Haus und kam mit einer Stahlplatte zurück, die er geschickt mit einer Sackkarre fünf Meter vom Baum weg, fallen ließ, um danach Holzscheite darauf zu stapeln. Auch hier versicherte er sich, dass der Stapel so lag, wie er es wünschte. Es war seltsam ihm dabei zuzusehen, da Angela keinen Sinn in dem ganzen erkannte. Sicher, in vier Tagen war heilig Abend, aber was das damit zu tun hatte, war ihr schleierhaft. Da sich nichts weiter tat, setzte sich Angela wieder in ihren Sessel und las weiter. Doch das Gesehene beschäftigte sie mehr, als sie gedacht hatte. Aus diesem Grund konnte sie sich nicht auf ihr Buch konzentrieren und legte es beiseite. Eine halbe Stunde später hörte sie die Limousine kommen. Noch einmal stand sie auf und sah zum Fenster raus. Heinrich war ausgestiegen und unterhielt sich mit Fritz, während er auf das zeigte, was dieser aufgebaut hatte. Da alles zu sein schien, wie es sollte, nickten die beiden sich eine halbe Stunde später noch einmal zu und Heinrich kam ins Haus. Angela stand noch am Fenster, als er hereinkam. „Hallo!“, meinte Heinrich, als er sie sah, und tat, als wenn nichts gewesen wäre. „Hi“, antwortete Angela, „Ich will ja nicht neugierig sein, aber was hat Fritz denn vor? Grillen im Winter?“ „Hattest du nicht gerade gesagt, dass du nicht neugierig sein willst?“, fragte Heinrich zurück ...
    und lächelte sie an. „Lass dich überraschen. Dass du danach fragst, zeigt mir, dass du es nicht kennst. Wirst es noch sehen!“ Angela mochte Überraschungen, aber eigentlich nur, wenn sie diese kannte. An sich paradox. Da sie in diesem Fall keine Idee hatte, wurmte es sie gewaltig. Dabei wusste sie genau, dass sie Heinrich jetzt noch tausend Mal danach fragen konnte, er würde keine aussagekräftige Antwort geben. Von daher unterließ sie es gleich, obwohl es sie wahnsinnig machte. Bei Fritz würde es dasselbe sein. Er würde ebenfalls schweigen wie ein Grab, von daher brauche sie nicht rübergehen. Einmal davon abgesehen war er nicht mehr in dem Stall, sondern in seinem unterirdischen Reich. Da sie keine Klingel gesehen hatte, hätte sie nicht gewusst, wie sie mit ihm in Verbindung treten sollte. Sie hätte sich höchstens auf die Hydrauliktür stellen können, um darauf rumzuhüpfen. Wäre einem Klopfen gleichgekommen. Aber sie zweifelte daran, dass er es hören würde. Also musste sie sich in Geduld üben, was nicht nach ihrem Naturell kam. Auch wenn die Ruhe hier draußen, schon ein Stück weit abgefärbt hatte. Sie war lange nicht mehr so nervös wie zuvor. Das konnte daran liegen, dass es ihr gut ging. Wohlig, wie sie sich fühlte, streckte sie ihre Beine aus und kuschelte sich umso mehr, an den Sessel an. Hatte sie es am Anfang noch gemocht, vor dem Kamin zu sitzen und die Strahlungswärme auf sich zu spüren, liebte sie es inzwischen. Sie konnte stundenlang dasitzen und ins Feuer starren. ...