1. Versaute Zugbekanntschaft


    Datum: 26.05.2017, Kategorien: Hardcore,

    geistigen Treibstoff sammeln. Was verschlägt dich denn hier her?“ „Ich … ähhh“, fing er an zu stottern. Dann senkte er seinen Blick und erzählte mir von seiner Exfreundin, die über Nacht, als er außer Haus war, aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen ist und nun bei ihrem Liebhaber wohnte. Er traute sich nicht zu, alleine in der Wohnung zu sein und floh lieber über das Wochenende in ein Hotel, möglichst weit von der Stadt entfernt, in der er lebte. Er tat mir sehr leid und ich wollte ihm helfen. Natürlich auf sexuellem Wege. Vielleicht würde es mich sogar bei meiner Geschichte weiterbringen und die Schreibblockade lösen. Außerdem hatte ich schon seit Wochen mit niemandem mehr das Bett geteilt und meiner Lust musste dringend mal wieder Luft gemacht werden. „Das ist eine wirklich traurige Geschichte. Aber vergiss sie jetzt. Da wir ja offensichtlich ein gemeinsames Urlaubsziel haben, können wir das Wochenende gemeinsam verbringen. So ist niemand von uns einsam. Ich heißte übrigens Anna“ „Mein Name ist Ryan. Ein ungewöhnlicher Name, ich weiß“, antwortete er mit einem unsicheren Lächeln im Gesicht. „Ryan“, wiederholte ich seinen Namen. „Ich finde, dass du einen schönen Namen hast.“ ‚Schon ein komischer Vogel‘, dachte ich mir nebenbei. ‚Erst selbstbewusst fragen, was für ein Buch ich lese und jetzt auf einmal den Schüchternen geben. Ob das seine Masche ist? Gespräche mit fremden Frauen anfangen und dann einen auf gebrochener Mann machen? Oder habe ich ihn einfach absolut falsch ...
    eingeschätzt?‘ Ich wollte ihn aus der Reserve locken und erfahren, was für ein Typ Mann Ryan war. Außerdem hatte ich Lust, wie schon gesagt, Lust auf ein kleines Sexabenteuer. „Also, was treiben wir jetzt?“, fragte ich kokett, während ich mir eine meiner Haarsträhnen hinters Ohr strich und mich gleichzeitig zu ihm drehte, um meine Beine zu präsentieren. Ryan verstand den Wink sofort. Gespielt überlegend griff er sich an sein Kinn und nahm eine Denkerpose ein. Die eng anliegende Lederjacke, die er trug, spannte um seinen nicht gerade schlecht bepackten Arm. „Wie wäre es mit einem Drink im Board-Restaurant?“, schlug er vor. ‚Also doch eher der selbstbewusste Typ‘, dachte ich. ‚Wahrscheinlich ist er nur so unsicher, wenn ich ihn auf seine Exfreundin anspreche.‘ Dem Drink war ich natürlich nicht abgeneigt. Ein bisschen Alkohol schadet beim Kennenlernen nie. Wir gingen in das beinahe leere Bahn-Restaurant und setzten uns in eine Ecke, in der wir ungestört reden konnten. Ryan besorgte uns einen Sauvignon Blanc und zwei Gläser. Die Gläser füllte er sogleich mit dem Weißwein und wir stießen auf ein schönes Wochenende an. Genüsslich tranken wir einige Gläser. Zwischen uns entspann sich eine entspannte Atmosphäre und je mehr wir uns unterhielten, – auch persönliche Dinge kamen zur Sprache – desto mehr vertraute ich ihm. Ich spürte, dass Ryan nach jedem Glas Wein unruhiger auf seinem Stuhl hin und her rutschte. Auch mich ließ die Zweisamkeit mit ihm nicht kalt. Als Ryan sich in einen ...
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