-
Samira Teil 12 bis Ende
Datum: 18.05.2017, Kategorien: Hardcore,
dass du den Baum gepflanzt hast, aber er ist älter als zwei Menschenleben!“ Asifa sah mich an und stand auf, tänzelte vor mir hin und her, drehte sich dabei wie bei einem Elfentanz um die eigene Achse. Ihr Alter konnte man ihr dabei nicht ansehen. Alles sah noch gelenkig und geschmeidig aus. „Das ist, was du mich fragen wolltest?“, kam von ihr und ich hätte mit dem Kopf genickt, wenn ich es gekonnt hätte. „Älter als du dir vorstellen kannst. Ich war bereits keine junge Frau mehr, als ich diesen Baum pflanzte. Ich hatte dir doch gesagt, dass bei meiner Geburt die Elemente verrückt gespielt hatten. Warum kann ich dir nicht sagen. Ich weiß es nicht. Tatsache ist nur, dass ich im Prinzip nicht älter werden kann. Zumindest wenn eine Sache gegeben ist. Die Natur hat dafür gesorgt, dass ich auf Dauer nicht alleine überleben kann, dazu brauche ich einen anderen Menschen, einen Menschen, wie du einer bist. Leider seid ihr selten und ich hatte schon die Hoffnung aufgegeben, einen zu finden. Samira hat dich gefunden. Sie hatte es sich zur Aufgabe gemacht, mir zu helfen, im Gegenzug für einen Gefallen, den ich ihr vor langer Zeit gemacht hatte. Du wirst dich schon über sie gewundert haben. Um genau zu sein, ist sie eine entfernte Verwandte von mir, in der ähnliche Kräfte schlummern, wie meine. Sie ist allerdings jünger als ich. Ich denke es wird gut sein, dir alles in Kurzform zu erzählen, damit du vieles besser verstehst. Du wirst es mir jetzt glauben, denn dafür haben wir ausreichend ... gesorgt. Vor vielen Jahren kaufte ich dieses Grundstück, wollte nach einiger Zeit sesshaft werden. Zuvor war ich ein unsteter Geist gewesen, habe mich nicht lange an denselben Orten aufgehalten, sondern bin hin und her gezogen. Menschen verstanden es nicht, wenn in ihrer Umgebung jemand war, der anscheinend niemals starb. Man hätte mich zu schnell Hexe genannt und das hätte meinen Tod bedeuten können. Es gibt Mittel und Wege selbst mich zu töten. Das werde ich dir aber nicht verraten. Jedenfalls legte ich über die vielen Jahre diesen Garten an und die alte Eibe war der erste Baum, den ich pflanzte. Hier lebte ich glücklich mit meinem Mann zusammen. Aus dieser Verbindung ging eine Tochter hervor, die meinen Stamm weiter verbreitete. Lange nicht alle hatten die Kräfte, nur selten war jemand dabei und wenn, dann waren sie weiblich. Samira war die Erste und Einzige, die Kräfte entwickelte, die meinen ebenbürtig waren. Sie konnte jedoch noch nicht richtig damit umgehen. Mein Mann, übrigens den Einzigen, den ich jemals hatte, war vermögend. Danach heiratete ich niemals wieder, denn ich konnte es nicht noch einmal ertragen, dass jemand den ich liebte, älter wurde und ich nicht. Er starb, während ich weiterleben durfte. Danach mochte ich in dem Haus nicht mehr leben. Es erinnerte mich an die glücklichste und zugleich schrecklichste Zeit meines Lebens. Also zog ich aus und schaffte mir hier im Garten mein kleines Reich. Mehr brauchte ich nicht. Das Haus vermietete ich, denn ich hatte ...