1. hütet ein Geheimnis ( SANDRAS BABY ) 3


    Datum: 10.09.2016, Kategorien: Reif,

    Burg. Und sie ärgerte sich über ihre Befangenheit, vorgestern noch hatte sie dominiert und gestaltet und nun war sie diejenige, die sich unterordnete, weil sie so verliebt war, wie sie meinte, es noch nie erlebt zu haben. Recht schweigsam schlenderten sie danach Richtung Ausgang, ihre gegenseitigen Berührungen wurden durch das Gespräch nicht vermindert, wobei Lidia die Initiative Sandra überließ. Lidia hatte regelrecht Schmetterlinge im Bauch gehabt, als sie losgegangen waren. Die Schmetterlinge waren einer gewissen Bedrückung gewichen und auch Sandra war erstaunt, wie sehr Lidias feuchte Augen eben ihr Herz berührt hatten. Ihre eigene Antwort nagte an ihr und sie überlegte, ob sie noch etwas dazu sagen sollte, aber ihr fiel nichts passendes ein. Später kehrten sie in Dennis Wohnung zurück. Dieser war bereits wieder zu Hause. Sandra schaute zur Uhr und nun wurde sie doch von Aufregung ergriffen, obwohl sie erst in drei Stunden losgehen musste. Ihre Aufregung stieg mit jeder Minute. Und Lidias auch. Sie und Dennis würden auf Johanna aufpassen. Lidia bezweifelte, dass Dennis daran großen Anteil haben würde. Als Sandra das Haus verließ, war Johanna auf Lidias Arm. Lidia schaute in die leuchtenden Augen des Kindes und ihr wurde bewusst, dass sie dieses Kind beneidete. Niemand könnte es von Sandra trennen. Es würde ein langer Abend werden, aber Sandra hatte versprochen, zu Dennis und ihr zurückzukehren, egal, wie das Gespräch mit Felix verlief. Das Warten begann. Johanna Sie ...
    trafen sich allein. Sie landeten in einem, ihnen wohlbekannten, Restaurant. Trotz des kühlen Windes setzten sie sich draußen, wo sie fast die einzigen Gäste waren. Es wirkte auf Sandra wie ein trüber Herbsttag, obwohl nur einzelne Wolkenfetzen vorübertrieben. Es war die Stimmung, die auf ihr Gemüt drückte. Sie bestellte einen koffeinfreien Kaffee und er ein Weizenbier. &#034Du siehst ziemlich fertig aus. Bist du krankgeschrieben?&#034, eröffnete sie das Gespräch, vor dem sie sich fürchtete. &#034Nein, weißt du doch, alles für die Firma.&#034, antwortete er, begleitet von einem versuchten Lächeln, das doch verkniffen wirkte. Er machte sich eine Zigarette an. &#034Seit wann rauchst du wieder?&#034 Er gab keine Antwort und blickte an ihr vorbei in den Horizont, als bewundere er die dahinfliehenden Wolken. Es fiel ihr schwer, sie wollte kein seichtes Gespräch, sie wollte zum Thema kommen. Aber er sprach zuerst: &#034Wie geht es Johanna?&#034 &#034Vermutlich gut. Johanna! Hast du mal daran gedacht, wie es mir geht? Wie konntest du mir das antun? Kannst du dir die Schande und den Hass und die Enttäuschung in mir vorstellen? Warum?&#034 Er gab weiterhin keine Antwort und änderte auch nicht seine Blickrichtung. Wie ein Jugendlicher zog er lässig an seiner Zigarette. &#034Du liebst sie noch immer, oder?&#034 &#034Ja.&#034 Du Arschloch!, dachte sie. Jetzt wollte sie es wissen. &#034Erzähle mir von ihr.&#034 Und er erzählte. Er beschrieb sie detailreich, sprach von ihrer Schönheit, ihrer ...
«12...4567»