1. Es ist viel zu beichten


    Datum: 07.02.2017, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    es ernste Probleme gibt --" "Ja, wenn du hörst, was ich zu beichten habe, dann magst du mich vielleicht nicht mehr!" Und aus einem Anfall von Selbstmitleid kamen mir die Tränen -- weniger wegen meiner zu beichtenden "Verfehlungen" als weil mir der Gedanke gekommen war, daß mich Peter vielleicht wirklich nicht mehr mögen würde. "Aber das ist doch völlig undenkbar, Melanie! Warum weinst du denn? Ich dich nicht mögen -- völlig ausgeschlossen, selbst wenn du -- wenn du --" "Selbst wenn ich im Puff war?" So, jetzt war es in patzigem Ton heraus. "Ja, Melanie", sagte Peter, umarmte mich fest und küßte mich, "ja, selbst wenn du im Puff warst!" Die Umarmung lockerte sich ein ganz klein wenig: "Sag mal, Melanie, warst du wirklich im Puff?" "Ja, Peter, wirklich!", sagte ich noch oder wieder unter Tränen, "und nicht als Putzfrau! Ich sag das lieber gleich." "Du warst ja kein Kind von Traurigkeit -- genauer gesagt: Du bist ja ganz schön rangegangen, wenn ich mich daran erinnere, was du von Theo erzählt hast und wie du ihn dir geangelt hast --" " -- das hast du dir gemerkt all die acht Jahre?" "Ich hab mir, glaub ich alles gemerkt, was du mir gesagt hast -- und darum hab ich dich auch so lieb! -- Und mich hast du ja auch verführt --" "Fang doch nicht wieder damit an -- egal, wer damals wen verführt hat -- wäre das nicht gewesen, dann wären wir jetzt nicht hier zusammen!" "Also, jedenfalls -- aber trotzdem -- wie bist du denn im Puff gelandet?" "Als Aushilfe für meine Cousine Gudrun -- ...
    ja, die heißt wirklich so -- du kennst sie nicht -- wir waren ja bisher immer nur heimlich zusammen, und ich konnte dir meine Verwandtschaft nicht vorstellen." "Und wie kommt Gudrun dazu, zu verlangen --" "Sie hat es nicht verlangt, sie hat mich gebeten, und ich hab zugesagt -- ganz freiwillig. Ehrlich gesagt: Ich war auch etwas neugierig und hatte damals keinen Freund." Die Pizzen waren inzwischen fertig, und ich stellte sie auf den Tisch, holte auch einen Weißwein hervor, den Peter aufmachte. Peter war so neugierig auf meine Pufferlebnisse, daß er noch vor dem ersten Bissen weiterfragte: "Und wie ist Gudrun an den Puff gekommen -- und wie war es eigentlich im Puff -- und welcher Schuppen war das überhaupt?" "Das sind aber viele Fragen auf einmal! -- Also drittens: Es war der Saunaclub in der Ritter-von-Bülow-Straße in Krupunder." "Ich hab davon gehört. Als du Dieter geheiratet hast und ich noch keine neue Freundin hatte, da bin ich manchmal in solche Clubs -- wir können ja offen miteinander reden -- und diese Sauna wurde mir empfohlen, aber ich war nie da." "Da hast du was versäumt. Ad zwei: Es war ein absoluter Edelpuff, der sich Saunaclub nannte. Wir hatten bestes Publikum, und ich hab manches interessantes Gespräch mit unseren Kunden geführt --" " -- im Puff? --" "Ja, wirklich, im Puff, wie in alten Zeiten, wo sich die Haute Volée bei Madame Gabrielle getroffen hat -- so hieß unsere Chefin, eine Ehemalige --, etwas geplauscht hat und dann mit einem Mädchen aufs Zimmer ...
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