1. Der verpasste Bus Teil 02


    Datum: 15.09.2016, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    nicht getrampt, oder? Geld für ein Taxi hast du jedenfalls nicht genommen." „Nein, Mami, das war nicht nötig. Der Andreas aus unserer Straße kam zufällig vorbei und hat mich mitgenommen." Das war nicht gelogen - wenigstens nicht besonders viel. „Welcher Andreas?", beharrte ihr Vater. „Andreas Müller, die Müllers wohnen doch fünf Häuser weiter. Nummer 23, glaube ich. Er kam, als ich mir gerade ein Taxi rufen wollte." „Na, das ging ja noch mal gut", stellte ihre Mutter erleichtert fest. „Trotzdem", blieb ihr Vater hart, „sie hat die Regeln verletzt: Halb zwölf ist halb zwölf!" Und zu Steffie sagte er: "Zur Strafe bleibst du den Rest der Woche abends zuhause! Du bist um spätestens acht Uhr hier und bleibst auch hier, okay?" „Ja, Paps", bestätigte Steffie. Puh, da war sie gerade noch einmal davongekommen! Hoffentlich zählte das Wochenende nicht dazu, aber es wäre blöd gewesen, jetzt schon danach zu fragen. Sie wollte für die nächsten 5 Tage die vorbildliche Tochter sein und dann noch einmal fragen. Die Stunden in der Schule quälten sich dahin. Sie war kurz vor dem Abitur und immer eine gute Schülerin gewesen, doch heute konnte sie sich kaum interessieren. Immer wieder kamen einzelne Bilder des gestrigen Abends hoch. Am liebsten hätte sie sich ständig einen abgerubbelt, aber das ging ja wohl in der Schule schlecht. Endlich waren die 6 Stunden vorbei. Die ganze Zeit hatte sie überlegt, was sie machen sollte. Sie hatte Lust, sich mit Andreas zu treffen. Er war ein lustiger Typ und ...
    sie hatte ihn immer schon heimlich beobachtet, wenn er mit seinem Auto vorbei fuhr. Aber da er zwei Jahre älter war, kannte sie seine Freunde kaum. Hatte er eine Freundin? Sie wusste es nicht. Fast wäre sie von stiller Eifersucht übermannt worden. Sie holte ihr Handy aus der Schultasche und stutzte. Sie kannte ja die Nummer von Andreas gar nicht. Sie stürmte zu einer Telefonzelle in der Nähe der Schule. Nach einigem Suchen fand sie die angegebene Adresse unter „Müller, Helmut". Sie wählte die Nummer und eine Frau hob ab: „Müller." „Ja, hallo... äh, ich bin die Steffie, Steffie Baum aus der gleichen Straße. Der Andreas", sie zögerte, „... hat mich gestern mitgenommen. Dafür wollte ich mich bedanken. Ist er da?" „Nein, der ist in der Uni. Du kannst ihn heute Abend erreichen." „Mmmh, hat er ein Handy?" „Ach ja, klar, warte einen Moment...", es wurde still in der Leitung, dann kam die Stimme zurück und gab eine Nummer durch. „Vielen Dank, Frau Müller", sagte Steffie artig und unterbrach die Verbindung. Schnell speicherte sie Andreas Nummer und versuchte ihn anzurufen. Es meldete sich jedoch nur die Mailbox. Sie hinterließ eine kurze Bitte um Rückruf und legte auf. Ihre Freundinnen waren bereits ins Eiscafé gegangen und Steffie ging hinterher. Sie setzte sich mit der Entschuldigung, sie müsse nachdenken, an einen einzelnen Tisch und tat das, was sie vorgab: nachdenken. Während sie ihren Eisbecher auslöffelte, kam ihr die geniale Idee. Das plötzliche Summen des Handys scheuchte sie ...
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