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Eigentlich wollte ich nur Zigarette
Datum: 14.07.2018, Kategorien: Erotische Verbindungen,
wusste, wer Johann Damm ist. Erst als sich herausstellte, dass auch Charlotte, ohne es zu wissen, dich bereits kannte, war ich traurig." "Es tut mir leid, ich hatte keine Ahnung. Du hattest seinerzeit einen kurz geschorenen Kopf und hast, wenn ich mich recht entsinne, ein wenig gelispelt, warst immer schrecklich geschminkt und hattest das aufdringlichste Parfum, das es damals gab. Ich wäre in hundert Jahren nicht darauf gekommen. Ich kannte auch nur deinen Vornamen, deinen Nachnamen und deine Adresse hast du mir nie gegeben." Sie sah mich an. "Ja, das habe ich lange bereut und als ich nach einigen Jahren, dem Mut aufbrachte, an deine Adresse einen Brief zu schreiben, kam er mit dem Vermerk 'Unbekannt Verzogen', zurück." Ich nahm sie in den Arm. Mir war als ob die Welt erneut durcheinander, geraten wäre. In Zeitrafferbildern schossen die Wochen mit Ilona an mir vorbei. "Ich hätte damals so gerne mit dir geschlafen, aber ein guter Freund von mir hatte kurz zuvor eine Freundin in deinem Alter, das Mädchen bekam ein Kind und er eine Strafe wegen Missbrauchs Minderjähriger. Der Vater des Mädchens hatte geklagt. Mir ging das seinerzeit so durch Mark und Bein, dass ich beschlossen hatte, mich nie mit einem Mädchen unter achtzehn Jahren einzulassen. Dem Grundsatz bin ich treu geblieben, nicht nur bei dir." Sie nickte. "Es hat nicht sollen sein. Nun habe ich dich wiedergefunden und du verliebst dich unter meinen Augen in meine Freundin Charlotte. Kannst du meinen Schmerz verstehen?" ... "Ja", ich konnte nicht mehr sagen als dieses Einfache: Ja. "Ich wünsche mir, dass wir die besten Freunde auf der Erde sind." Sie nickte. "Ja, es scheint so, dass wir für die Freundschaft gemacht sind, nicht für die Liebe. Jetzt weißt du Bescheid, du bist der Erste, der es erfahren hat. Wir werden es auch den beiden anderen noch sagen. Einverstanden?" Ich nahm sie in den Arm und wir erhoben uns. Vor ihr stehend, nahm ich ihr, die Halslette aus der Hand und legte sie ihr über. Danach zog ich ihre Haare durch die Kette und ließ sie darüber fallen. Hand in Hand gingen wir nach unten. Charlotte hatte sich wieder auf ihrem Liegestuhl niedergelassen und Susi las in einer Illustrierten, als wir eintrafen. "Ich werd' jetzt schwimmen gehen", kündigte ich an und zerrte mir so schnell wie möglich meine Hose herunter. Mit kurzen Anlauf sprang ich in die Fluten, tauchte so weit ich konnte, um möglichst weit von den Dreien weg zu sein. Ich ging davon aus, dass Ilona mit Susi und Charlotte einiges zu besprechen hatte, und zog es vor, sie dabei alleine zu lassen. Hinter der Hafenmauer fand ich einen trockenen Absatz und streckte mich in der Sonne aus. Ich schloss meine Augen um den feurige Pfeilen ihre Strahlen zu entkommen. Ein Gedanke ließ mich hochschrecken. "Unwahrscheinlich", hörte ich mich zu mir selbst sagen, "aber möglich." Nein das konnte nicht sein, trotzdem, ich wollte mir gleich Gewissheit verschaffen, stand auf und bestieg die Hafenmauer. Einen Fuß vor den anderen setzend wandelte ...