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Eigentlich wollte ich nur Zigarette
Datum: 14.07.2018, Kategorien: Erotische Verbindungen,
ich den schmalen Grat entlang, bis ich wieder festen Boden unter den Füßen hatte. Die drei saßen heftig diskutierend beieinander. Bei meinem Eintreffen hörte ich Ilona noch sagen, dass sie vorhabe, das Verhältnis mit mir neu anzugehen. Sie hatten darüber gesprochen. Also konnte ich meine Frage loswerden. An Susi gewandt quoll es aus mir heraus. "Gibt es irgend einen Abschnitt in unserem Leben, in dem wir uns bereits begegnet sind?" Susi lächelte. "Nein, das wäre auch zu viel des Zufalls. Ich bin mir sicher, dass ich dich das erste Mal sah, als Charlotte uns beim Griechen eingeladen hatte. Trotzdem bist du mir vertraut, ich hatte nie den Eindruck, dass du ein Fremder für mich bist. Wenn wir uns schon einmal begegnet sind, dann nicht in diesem Leben." Ich war zufrieden mit der Auskunft. Aus Susis Mund klang das wahr. "Ich müsst entschuldigen, aber es überrollte mich gerade der Gedanke, dass wir drei alle einen gemeinsamen Faden in die Kinderzeit haben." Susi schmunzelte. "Ich kann mich zwar an die Zeit erinnern in der Ilona nach ihrem ersten abendlichen Ausgang verliebt war, aber sie hatte mir damals weder deinen Namen genannt noch näheres erzählt. Ich war schon nach der Entdeckung deiner Bekanntschaft mit Charlotte verblüfft, konnte mir das eigentlich nicht so recht vorstellen. Jetzt denke ich sind wir über jeden Zweifel erhaben, wir haben dich nicht nur aus Zufall ausgewählt." Die Stunden verrannen mit diesem Thema. Schnell und unerbittlich war die Sonne in der Nähe des ... Horizonts. "Ich würde euch gerne zum Nachtessen einladen", meldete ich mich, auch mit dem Hintergedanken, das Ende dieses Wochenendes einläuten zu müssen. Ilona schlug ein kleines Restaurant in der Nähe vor und schon bald waren wir, wieder in den Kleidern und zu Fuß dorthin unterwegs. Die niedere Bauernstube des Gasthauses war gemütlich und wir konnten einen Platz in einer Ecke finden. Der runde Tisch erlaubte es, so zu sitzen, dass wir alle Sicht auf den Gastraum hatten. Das Essen war köstlich, der Koch hatte uns verschiedene Fleischsorten mit frischen Kräutern zubereitet, dazu wählte Ilona einen Rotwein aus, der die Speisen bestens ergänzte. Mit einem Kaffee und frischen Erdbeeren schlossen wir ab und waren dann auch schon wieder auf dem Weg zurück. Inzwischen war die Dämmerung hereingebrochen, der Tag, ja das Wochenende neigte sich seinem Ende zu. "Wie wird es weitergehen?", fragte ich in die Runde, als wir in den Feldweg zu Ilonas Domizil einbogen. Susi meldete sich. "Wir wollten uns am Mittwochabend bei mir treffen. Passt dir der Termin?" Ich überlegte, konnte nichts finden, was dem im Weg stehen würde. "Ja, das müsste gehen. Welche Zeit?" "Neunzehn Uhr. Wir können dann noch einen kleinen Imbiss nehmen und uns dann mit den Schriften des Amronius beschäftigen. Es wird sicher spannend." "Wer ist dieser Amronius?", wollte ich gleich wissen. "Ein Hexer und Mystiker des ausgehenden sechzehnten Jahrhunderts. Er hat als sich Erster, distanziert von der religiösen Seite, mit der ...