1. Eigentlich wollte ich nur Zigarette


    Datum: 14.07.2018, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    lieber und ging wieder zu Charlotte. Wir hockten gemeinsam am Küchentisch und tranken unseren Morgenbitter. "Ich bin froh, wenn wir über solche Fragen reden können." Es war, als müsse ich Charlotte das noch einmal sagen. "Ich selbst stehe nicht über den Dingen und kenne mich eher als jemanden, der versucht, zumindest so zu tun. Aber mit dir gelingt mir das nicht. Vielleicht sage ich dir so oft, dass ich dich liebe, weil ich will, dass du mir's glaubst." "Eier?", sagte sie, ich verstand nicht. "Möchtest du ein Ei?", wir grinsten uns an. "Klar, Eines: Drei Minuten und zwanzig Sekunden." Sie griff das Wortspiel auf. "Ich muss erst in den Stall die Hühner wecken." "Dann lass' dich nicht vom Fuchs erwischen." Wir fielen uns auf den harten Küchenstühlen um den Hals. Es war schön, so mit ihr zu blödeln. Gemeinsam suchten wir erfolglos einen Eierkocher. Wir entschlossen uns zur konventionellen Methode mit einem Topf, Wasser und dem Herd. Während die Eier kochten, traf zuerst Ilona ein. Sie sah verschlafen aus, rieb sich die Augen und murmelte ein flaches "Guten Morgen" vor sich hin. 'Noch ein Morgenmuffel', dachte ich und war zufrieden, dass ich mich in guter Gesellschaft befand. Sie trug denselben schwarzen Morgenmantel wie wir und auch Susi, die gerade zu uns stieß, hatte einen an. Sie war bereits leicht geschminkt. Ich hatte den Eindruck sie würde sich nie ohne frischen Liedschatten unter die Menschen wagen. Nun saßen wir alle vier um den Küchentisch. Charlotte und ich, gruben ...
    unsere Löffel in die Eier. Susi und Ilona strichen sich Brötchen mit Butter. Susi ließ sich aus einem Spender, Honig in rauen Maßen auf ihr Brötchen fließen, und ich fragte mich, wie sie es essen würde, ohne später von oben bis unten verklebt zu sein. Es war ein Schauspiel für sich, ihr dabei zuzusehen. Sie nahm einen Biss, der Honig quoll über den Rand, noch bevor sie anfing, zu kauen, schleckte sie einmal rund um das Brötchen, den überlaufenden Bienennektar ab. In derselben Reihenfolge wiederholte sie diese Prozedur, bis zum letzten Bissen. Ich war beinahe enttäuscht, als sie fertig war und nicht einen Tropfen gekleckert hatte. Ilona hatte es in der selben Zeit geschafft mit einer Käsescheibe auf ihrem Brot, den Tisch gleichmäßig mit Brotkrümeln zu übersähen. Wie unterschiedlich der Mensch doch Nahrung zu sich nimmt. Ich bereitete eine zweite Kanne mit Kaffee und schenkte allen nach. Langsam begann die Runde, wacher zu werden. "Wie fühlst du dich heute?", wollte Susi von mir wissen. "Gut, ich habe außerordentlich tief geschlafen. Das will was heißen, denn normalerweise finde ich die erste Nacht in einem neuen Bett keinen Schlaf." Ilona wollte wissen ob ich noch Fragen hätte zu den, was hinter uns liegt. Die hatte ich jedoch nicht. "Dann können wir ja baden gehen", sprach es, und begann bereits ihren Morgenmantel zu öffnen. Charlotte sprang mit ihr aus der Küche und schon waren sie die Treppe hinauf verschwunden. Susi fragte mich, ob ich ihr noch eine Tasse nachgießen würde und ...
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