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Eigentlich wollte ich nur Zigarette
Datum: 14.07.2018, Kategorien: Erotische Verbindungen,
"Die brauchst du jetzt nicht mehr", stellte sie lapidar fest und lief weg damit. Als ich auch das Hemdchen anhatte, betrachtet ich mich im Spiegel. Etwas ungewohnt war es schon, ich hatte mir noch nie erotische Unterwäsche gekauft, aber warum eigentlich nicht und wenn es Charlotte gefällt? Zudem merkte ich, wie der feine Stoff eine Erregung auslöste, die mir gefiel. Die Hose passte genau ebenso die Bluse. Deren Seide wirkte leicht kühlend. Ich trat aus der Kabine und wollte mich Charlotte in der neuen Robe präsentieren. Sie stand aber an der Kasse und verhandelte mit Elsa. Als sie auf mich zukam strahlte sie übers ganze Gesicht. "Du siehst toll aus", sagte sie nur und gab mir den Inhalt meiner Taschen, die sie geleert hatte. "Erinnere mich daran, ich will dir noch ein Bild von mir geben, damit dein Portemonnaie nicht so leer ist." Ich schob alle Dinge in die gewohnten Taschen der neuen Hose. Es war mir immer wichtig, zu wissen: Hausschlüssel und Feuerzeug rechts, und Zigaretten links. Ich fühlte mich noch etwas ungewohnt in der eher jugendlichen Kleidung, hatte den Eindruck, dass mich auf der Straße nun alle angaffen werden. Aber das hätten sie wahrscheinlich nur getan, wenn sie das "Darunter", gesehen hätten. Mit unsicheren ersten Schritte bewegt ich mich auf die Kasse zu. "Was bin ich schuldig?", fragte ich Elsa höflich. "Nichts, ist alles schon erledigt." Ich sah Charlotte an, die strahlte noch mehr als eben schon und zuckte mit den Achseln. "Meine alten Sachen, können ... sie mir die in eine Tüte packen?" Elsa sah mich nur mitleidvoll an, die sind schon weg, der Bote wird sie zu Charlotte bringen." "Das gleicht ja einem Überfall", entfuhr es mir. Wie setzten uns an eine kleine Bar, die sich im hinteren Bereich des Geschäftes befand. Elsa goss drei Gläser ein. Beim Anstoßen betrachtete sie mich von oben bis unten. "Ich heiße Elsa", hob sie an, "und Charlottes Freunde sind auch die meinen." "Johann", kam es beinahe förmlich aus mir heraus. Ich hatte doch immer noch Mühe mich so schnell mit jemanden zu duzen. Die beiden plauderten über Mode. Ich sah mich während dessen noch weiter in der Auslage um. Vor einer Woche noch wäre ich nicht in diesem Geschäft gelandet. Die Preise wären mir zu hoch und das Angebot zu extravagant gewesen. Aber heute hätte ich mich hier verausgaben können. Charlotte hatte mir einen Kick gegeben. Auch Männer müssen nicht immer die grauen Mäuse mit Jackett und frisch gebügelten Hemden sein. Was würde aus meinem bescheidenen Dasein noch werden, wenn ich längere Zeit mit ihr zusammen bin? 'Fang nicht wieder an, zu grübeln.' Ich gab mir selbst eine Kopfnuss. Zurück bei den beiden, die immer noch vertieft über Trends in der Mode diskutierten, nippte ich wieder an meinem Glas. "Hast du auch in der Branche zu tun?", fragte mich Elsa. "Nein, davon verstehe ich nichts. Ich verkaufe Computer Anwendungen und besorge den Leuten die richtigen Geräte dazu. Das ist ein ganz anderer Bereich." Jetzt kam wieder die Ehrfurcht, die viele Leute ...