1. Die Nachbarin


    Datum: 09.07.2018, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    ihre Hand löste und sie sagte: „Nein -- ich bin nur furchtbar erschrocken. Tut mir leid, daß ich Dich so angeblafft habe!" Dann war die alte Nachbarin von oben bei uns angekommen und wir grüßten sie. „Hoffentlich bleibt sie jetzt nicht stehen und will sich mit uns unterhalten!" dachte ich mir, aber sie erzählte uns nur kurz, daß sie auf dem Weg zum Arzt sei. Als sie die Haustüre hinter ihr zufiel, standen wir immer noch da. Es stand eine Spannung in der Luft, die ich schon lange nicht mehr kannte. Wir hatten wie immer wenige Worte füreinander, trotzdem war da was anders. Irgendwie verlegen besonnen wir uns, daß wir ja noch in der realen Welt leben. Nachdem wir uns irgendwie anders als sonst, verabschiedeten, lief ich nicht mehr nach oben, sondern ging nachdenklich an meinen Schreibtisch, fasste die Unterlagen und fuhr in die Firma. Das bevorstehende Meeting und den Rest des Tages verbrachte ich in Gedanken an Carina. Meine Anspannung war enorm, so stark, daß ich nicht mal auf meine schlechtes Gewissen hören konnte, das mich immer wieder kurzfristig an meine Freundin Michaela erinnern wollte. Der Abend verlief wie immer, Michaela telefonierte ewig mit ihrer Mutter und hörte sich ihr Gejammer wegen des kranken Vaters an, bis sie selbst total demoralisiert ins Bett ging. Auch der nächste morgen lief nach dem gewohnten Schema ab. Aufstehen, Badezimmer, gemeinsames Frühstück und dann jeder für sich in die Arbeit. Immer noch komplett verwirrt und von einer unsichtbaren Kraft ...
    angetrieben, fühlte ich mich aber irgendwie anders. Allerdings ließ mein Unterbewusstsein nun wieder mein Gewissen mit mir sprechen. Ein Kampf zwischen Geilheit und Vernunft brach in mir aus. Obwohl es erst ein paar Tage her ist, könnte ich nicht mehr sagen, was ich an diesem und dem Tag zuvor eigentlich produktives in der Firma geleistet habe. Alles verlief, wie in einem total wirren Traum. Dieser wirre Traum begleitete mich auch an diesem Tag, bis in die Nacht und ich stand am nächsten morgen wie gerädert auf. Michaela erzählte mir beim Frühstück, daß sie am Abend später heimkommen würde, da sie nach dem Büro, noch zu ihrem Vater ins Krankenhaus fährt. Wir verabschiedeten uns und der Tag verlief wieder etwas kontrollierter. Als ich dann heimkam klebte ein Zettel des Paketdienstes an der Tür. Die Zustellung wäre im 3. Stock abgegeben worden -- bei Gläser -- Corina Gläser! Mein Herz schlug schneller und im Unterleib machte sich wieder dieses „kribbeln" breit. „Jetzt die Sinne zusammenhalten und strategisch denken!" Also ging ich zuerst in die Wohnung, zog mir Hemd und Krawatte aus, ab in frische Jeans und T-Shirt aber vorher noch kurze Katzenwäsche. Ich war so rationell in meinen Gedankengängen, daß ich mir sogar noch die Zähne geputzt hatte. Trotzdem musste ich mich innerlich zur Ruhe zwingen. Angespannt ging ich nach oben. Der Herzschlag normalisierte sich wieder, aber dieses Kribbeln im Unterleib versuchte das Kommando zu übernehmen. Vor der Tür angekommen, drückte ich auf die ...
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