1. Du...


    Datum: 30.04.2018, Kategorien: Anal,

    hatte ich deshalb in meinem Leben nur einen One-Night-Stand. Es hat mir kein gutes Gefühl gegeben, obwohl ich einen Orgasmus hatte. Ich sehe die Strahlen der Sonne, die sich fächerartig auf meinem Laken ergießen und finde das Bild grotesk. Die Sonne sollte nicht strahlen, wenn ich solche Schmerzen habe. Körperliche Qual, seelische. Ich kann nicht weinen, obwohl der Schmerz meine Brust, meine Lunge, meine Speiseröhre, meinen Magen, meine Glider, meine Haarwurzeln, meinen Kopf, meine Haut, alles an mir, in mir, um mich wie eine schneidende Klinge auftrennt. Ich liebe ihn so. So sehr. Seine ganzen Ticks, seine Macken, seine Spießeranzüge mit den Schlips, die er immer trägt, wenn er zur Uni geht, seine Witze, sein Lächeln, seine Angeberei, seine Machotour, sein männliches Gehabe vor seinen Freunden, seinen stockenden Atem, wenn er einen „dämlichen Liebesfilm" sieht. Ich liebe es, wenn er mir morgens im Bad, während er sich rasiert, unter schweren Augenlidern einen glühenden Blick zuwirft und danach auf meinen Arsch haut, nur um zu wissen, dass dieses Klatschen ihm gehört. Ich liebe den Rasierschaumfleck an seinem Ohrläppchen, den er fast jeden Tag übersieht. Ich liebe es, dass er oft das Bad putzt, weil er im Sitzen pinkeln einfach weibisch findet. Ich liebe es, dass er darauf besteht, dass meine Oberteile meine Nieren bedecken, sonst lässt er mich nicht aus dem Haus. Ich liebe es, wenn er mit mir „Scrubs" im Fernsehen sieht und dabei ständig „die Krankheit gibt's gar nicht" ...
    in mein Ohr flüstert, nur um zu beweisen, dass er in seinem dritten Semester schon ein echt genialer Arzt ist. Ich liebe es, dass er im Schlaf meine Brüste sucht und seufzend in tiefen Schlummer fällt, wenn er sie gefunden hat. Ja, ich liebe ihn. Er ist mein Mr. Right. Ich wusste es schon bei unserer ersten Begegnung. Auf der Feier, als er wohl den dämlichsten Anmachspruch der Welt gerissen hat, hab ich mich in ihn verliebt. *** Dreizehn Monate zuvor... „Ich will wieder gehen.", quengle ich und zupfe an der Hose meiner Freundin. Sie geht einen Schritt zur Seite und zupft ihre Jeans wieder zurecht. „Nur noch kurz, bitte, mein Gott, das sind alles angehende Ärzte. Einer davon vielleicht der Vater meiner ungeborenen Kinder. Die haben später massenhaft Geld, um mich arbeitslose Sau zu versorgen." Ich lache herzlich. Egal, wie sehr Emily es versucht, sie ist einfach nicht berechnend. Sie glaubt noch mehr an die große Liebe, als ich. Dennoch spielt sie gerne die kalte, gemeine, männermordende Schlampe. In Wahrheit ist sie ein Engel. Und ein intelligenter noch dazu. Sie ist um einiges jünger als ich, hat das Abitur schon mit sechzehn bestanden und wie ich im ersten Semester. Medienwissenschaften. Eine brotlose Kunst. Sie studiert es, glaub ich, weil alles andere sie unterfordern würde. Ich, weil ich einfach gerne Fernsehen schaue. Alte Filme, neue Filme, Serien, Prosiebenproduktionen, völlig egal. Ich sehe alles. Ich ziehe meinen Pulloverärmel über mein Handgelenk, um auf meine ...
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