1. Kontakte mit der freien Wirtschaft


    Datum: 29.03.2018, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    Das hat mir gestern einer nachgerufen." "Schwein!" "Das kannst du laut sagen! -- Und nochmal danke für die schöne Nacht -- deine Umarmungen haben mir gut getan." "Nur die Umarmungen?" "Willy, ich bitte dich!", sagte ich lachend. "Du also triffst dich mit Geschäftsfreunden -- und wo treffen wir uns wieder?" "Um ein Uhr -- ich würde sagen: hier. Dann essen wir noch etwas -- ich lade dich natürlich ein -- und dann fahren wir los." "Können wir nicht woanders essen -- hier könnten mich Kollegen sehen, und die könnten sich denken -- wenn sie uns zusammen sehen -- ich hab ja gerade gesagt --" "Würde dir das viel ausmachen -- ich glaube, die meisten reisen schon am Vormittag ab." "Na, gut, essen wir hier!" Willy ging zu seinem Treffen, ich machte einen Stadtbummel, stöberte in einem gut sortierten Antiquariat, wo ich die lange gesuchte, weil auch antiquarisch schwer zu findende Ausgabe der Gedichte des Trobadors Peire Cardenal fand und gleich für ziemlich viel Geld kaufte, dann fand und kaufte ich -- mit Eurocheque-Karte -- noch ein schönes leichtes Kostüm für den Rest des Sommers -- vielleicht war der Rock ein wenig zu kurz angesichts meines Alters und des Ortes der Verwendung -- meiner Schule, aber mir gefiel es, und die Verkäuferin meinte natürlich wie immer: "In dem Kostüm sehen Sie blendend aus!" Mein Konto würde gegen Ende des Monats ein ziemliches Loch haben -- und außerdem hatte ich vor, mir das wahrscheinlich sehr gute, aber auch nicht ganz billige Mittagessen diesmal ...
    nicht von Willy bezahlen zu lassen -- keine zu weitgehenden Besitzansprüche wecken! Als ich ins Hotel zurückkehrte und in den Speisesaal trat, kam mir Willy schon freudestrahlend entgegen, geleitete mich zu dem Tisch, den er ausgesucht hatte, schob mir den Stuhl unter -- ein vollendeter Kavalier -- und fragte mich: "Was hast du denn eingekauft -- willst du es mir zeigen?" "Hier eine Ausgabe mit der Gedichte des Trobadors Peire Cardenal --" "Sind das die mit den Liebesgedichten?" "Zum Teil! Dieser ist bekannt dafür -- ,saup la vanedad d'acest mon` -- daß er von einem auf den anderen Augenblick -- ,saup` -- die Hohlheit dieser Welt erkannte und von da ab nur noch zeitkritische Gedichte schrieb -- er wurde neunundneunzig Jahre alt und schrieb hundert solcher Gedichte -- oder umgekehrt." "Liest du so was?" "Manchmal -- das ist interessanter als es zunächst aussieht." "Und gefallen die auch die Liebesgedichte der Troubadours?" "Manche. Die meisten sind sehr schematisch -- und die freizügigsten sind von Frauen." "Wirklich -- von Frauen?" "Ob du es glaubst oder nicht -- von Frauen -- ,jazetz en mons bratz nutz` -- wenn Ihr nackt in meinen Armen liegt, dann --" "Das hab ich nicht gewußt -- solche Gedichte im Mittelalter von Frauen -- und was hast du in der großen Tüte?" "Ein leichtes Sommerkostüm." "Oh, zieh das doch mal an!" "Wo soll ich mich denn hier umziehen?" "Na, wo wohl -- auf der Damentoilette -- das machen doch alle Damen, wenn sie im Laufe des Tages die Garderobe wechseln ...
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