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Natalie
Datum: 16.03.2018, Kategorien: Erotische Verbindungen,
konnten zwei Minuten sein? Dann stand auch er auf. Die Umsitzenden nörgelten etwas. „Ihr würdet an meiner Stelle auch gehen,“ dachte Markus im Stillen. Dann war er draußen und versuchte, sich zu orientieren. Wo waren die verfluchten Toiletten? Er folgte einem Schild nach unten. Und betrat die Herrentoilette. War Natalie hier? Aber alle Kabinen waren leer. Zögerlich trat er an die Tür zur Damentoilette. Er räusperte sich. „Hallo, Entschuldigung, ist hier jemand?“ Keine Reaktion. Langsam trat er ein. Aber auch hier waren alle Kabinen leer. Nun, alle Filme liefen, da war es kein Wunder, dass die Toiletten leer waren, Wo aber war Natalie? Markus ging zurück zum Kinosaal. Nichts. Um die Ecke herum war ein Süßigkeitsstand. Auf die Frage nach einem WC wies die Käuferin in seine Richtung „nach unten. Oder wenn's zu voll ist, gibt's noch eine im zweiten. Aber jetzt ist ja nichts los.“ Markus sprintete die Treppe rauf. Zweiter Stock. Ganz am Ende eines Ganges. Herren oder Damen? Da sah Markus etwas am Türgriff der Damentoilette hängen. Er trat näher heran. Ein BH! Ein weißer, Spitzen besetzter BH!!! Ohne zu zögern riss Markus die Tür auf. Dieser Raum war viel kleiner als unten, er erblickte nur ein Waschbecken und dahinter drei Kabinen. Alle Türen waren geschlossen, niemand war zu sehen. „Hallo,“ rief er leise. Keine Antwort. Er öffnete die erste Tür vorsichtig. Leer. Er ging zur nächsten Kabine. Leer. Sein Herz klopfte bis zum Anschlag. Dann schob er vorsichtig die dritte und letzte ... Tür auf. Und hatte sie gefunden. Natalie saß auf dem geschlossenen Deckel und grinste ihn an. „Ich dachte schon, Du schaust lieber den Film weiter...“ „Ich musste erstmal hierauf finden, die Wegweiser haben mich in den Keller geschickt.“ „Na, ich dachte, hier oben kommen weniger Leute hin,“ gab sie von sich, begleitet von einem gespielten schüchternen Augenaufschlag. „Wieso?“ fragte Markus bewusst naiv und doch hoffnungsvoll. Natalie stand auf und zog ihn an sich ran. „Weil ich es eben sehr, sehr schade fand, leise sein zu müssen.“ Mit diesen Worten umschlang sie ihn und küsste ihn. Wild und leidenschaftlich. Dann ließ sie von ihm ab. „Das war ein erstes Dankeschön für den heftigsten Orgasmus der letzten Jahre,“ flüsterte sie ihm ins Ohr. „Gerne geschehen,“ antwortete Markus. Und hakte nach: „Was heißt ein Erstes?“ „Nun, das hängt ganz von Dir ab. Was wünschst Du Dir denn?“ Er zögerte. Kurz. Das hier war seine Natalie. Na ja, nicht so ganz, wie er sie bisher kannte, aber immer noch seine Natalie. Und sie waren immer ehrlich und offen miteinander umgegangen. Dann sollte er das jetzt nicht ändern. „Ehrlich?,“ fragte er. „Ja. Womit kann ich mich noch bei Dir bedanken?,“ fragte sie verrucht. „Ich würde sie gerne sehen. In aller Pracht. Deine Brüste!“ Natalie schob sich von ihm weg. Für eine Millisekunde befürchtete Markus, sie mit dieser Aussage verschreckt zu haben. Völlig zu unrecht. Sie lächelte ihn verführerisch an, schlängelte sich wie eine Tänzerin und knöpfte ihre Bluse ...