1. Erzählungen 05: Fernsehabend


    Datum: 04.12.2017, Kategorien: Voyeurismus / Exhibitionismus,

    bei euch Unterschlupf gefunden habe. Mir gefällt es hier wirklich gut.“ Immer wieder, wenn eine Szene des Films zu lang wurde, plauderte Doris mit Jan. Sie bemerkte, dass er sich nicht sonderlich für den Film interessierte und wohl höflichkeitshalber neben ihr sitzen blieb. Er fand mehr Gefallen am Sekt. Nach zwanzig Minuten war der Ritter zurück vom Krieg und ritt in den Burghof. Eine Schramme an seiner Stirn verriet, dass er die Schlacht gewonnen hatte. Natürlich war es nach so langer Abwesenheit verständlich, dass er sich in der nächsten Szene bereits im Zimmer des Burgfräuleins befand. Er umarmte sie und küsste sie leidenschaftlich. Als der edle Ritter unverhofft das Fräulein auf die Platte eines schweren Eichentischs hievte und ihre wallenden Röcke hochschob, verschluckte sich Jan und hielt sich hustend die Hand vor den Mund. Er bemerkte: „Die sind aber leidenschaftlich, die zwei.“ „Nun ja“, meinte Doris, „schliesslich haben sich die beiden lange nicht gesehn.“ Der Ritter war von hinten zu sehen. Die Bewegung seiner Hüfte liess vermuten, dass er ins Burgfräulein eindrang. Ihre Beine ragten über seine Schultern. Als dann plötzlich des Ritters Geschütz ins Bild rückte, das sich einen Weg durch des Burgfräuleins Schamhaare bahnte, hörte Doris, wie Jan leer schluckte. „Sie zeigen recht viel in diesem Film“, bemerkte er verdattert. „Ja, ich wundere mich auch... Aber so ist es, wenn zwei Liebe machen. Ich mag es, wenn Zuneigung in dieser Form gezeigt wird. Gefällt dir der ...
    Film? Oder soll ich ihn stoppen?“ „Nein nein, Frau Sommer, ich habe schon einige Male Filme mit eh... solchem Inhalt gesehen.“ „Wirklich?“ „Ja. Und der Film hier läuft schon eine Weile. Jetzt möchte ich wissen, wie er weitergeht.“ Die nächste Szene zeigte ein Bankett im Rittersaal: bärtige Männer, zinnerne Weinkelche und heroisches Gerede. Jan hatte etwas Zeit sich zu beruhigen. Erneut log Doris: „Ich habe gestern im Laden offenbar nicht so recht gewusst, was ich da kaufe.“ Jan trank aus dem Sektglas, wagte es aber nicht, zu Doris hinüberzuschauen. Bald liess sich die Holde von einem Stallmeister einen Schimmel zum Ausritt übergeben. Die beiden ritten bis zum nächsten Apfelbaum, unter dem die Pferde zu grasen begannen. Zwischen den Pferdebeinen lag das Fräulein mit nacktem Hintern im Laub und wurde vom Stallmeister geritten. Jan war während dieser Szene etwas aufgetaut und lächelte verlegen. „Offenbar mag die Braut des Ritters auch noch einen andern... Hoffentlich werden die beiden nicht noch vom Pferd getreten.“ Die Szene, in der des Stallmeisters Hammer von hinten in die Holde drang, dauerte über eine Minute. Die Kamera fuhr immer näher an das Geschehen. Doris hatte feuchte Hände und blickte aus ihren Augenwinkeln zu Jan hinüber. Seine Hände klebten auf der Couchlehne. In seiner Hose war eine Ausbuchtung zu erkennen. Dann ein Szenenwechsel: Der Ritter war in einer Klosterzelle, lag auf einem Bett und massierte seinen Schwanz. Am Bettrand stand eine Nonne, die ihr schwarzes ...
«1...345...9»