1. Erzählungen 05: Fernsehabend


    Datum: 04.12.2017, Kategorien: Voyeurismus / Exhibitionismus,

    hinunter. *** Gegen Abend war Jan nochmals kurz weg. Doris stand im Wohnzimmer mit der Fernbedienung in der Hand. Angela kam dazu und fragte neugierig: „Was willst du heute Abend machen, Mam?“ „Das weiss ich noch nicht... Bleibt Jan hier?“ „Ich glaube schon.“ „Ich denke, ich möchte mir einen romantischen Film anschauen. Vielleicht will ihn Jan auch sehen.“ Doris zog eine DVD aus dem Gestell und zeigte sie Angela. Sie betrachtete die Hülle und meinte: „Das ist kein romantischer Film, Ma, das ist ein Porno.“ „Stimmt nicht“, widersprach Doris, „der Film beginnt ganz romantisch.“ „Ja, am Anfang merkst du nicht viel, da meint man, es sei ein ganz gewöhnlicher Kostümfilm, aber in der zweiten Hälfte geht es dann hoch zu und her.“ „Nun, ich hoffe doch, dass auch romantische Paare etwas Rechtes miteinander erleben dürfen“, protestierte Doris, „im übrigen glaube ich, dass dieser Film genau das Richtige ist für Jan.“ Doris legte die DVD ins Gerät und probierte ein letztes Mal die Bedienung der Anlage. *** Am Abend waren alle in der Küche versammelt und assen. Angela und Jan trieben Schabernack, hänselten sich und lachten. Doris stellte fest, dass Jan gelöster war als noch Tage zuvor. Er wagte es sogar, beim Sprechen Angela von oben bis unten zu mustern. Als sich Doris mit dem Kaffeekrug über den Tisch beugte, bemerkte sie aus den Augenwinkeln, dass Jan ungeniert ihren Po betrachtete. Sie fragte in die Runde: „Ich will mir heute Abend einen Film anschauen. Wer schaut mit?“ Angela ...
    seufzte: „Ich möchte gern, aber ich habe heute Abend Kurs... Eigentlich sollte ich schon gegangen sein.“ Sie stand auf, holte ihre Sachen und verabschiedete sich von den beiden. Doris blieb allein mit Jan am Küchentisch zurück. Sie fragte ihn: „Leistest du mir heute Abend Gesellschaft, Jan? Der Film heisst 'Des Ritters Braut'.“ Jan überlegte kurz, dann antwortete er: „Gerne, Frau Sommer. Ich muss nur noch einen Brief zu Ende schreiben. In einer halben Stunde bin ich unten.“ Er verschwand in seinem Zimmer, und Doris räumte die Küche auf. Sie sorgte im Wohnzimmer für gedämpftes Licht und stellte eine Flasche Sekt bereit. Sie sass bereits mit einem Glas in der Hand auf der Couch, als Jan die Treppe herunterkam. Er setzte sich in gehörigem Abstand neben sie und liess sich ein Glas reichen. Doris flunkerte ihn an: „Ich habe die DVD gestern neu gekauft. Es soll um die Liebe zwischen einer Burgjungfrau und einem Ritter gehen.“ Sie lehnte sich in die Couch zurück und startete den Film. Bald war der tapfere Ritter zu sehen, wie er sich von seinem Pferd herunterbeugte und die Holde küsste, dann ritt er im Abendglühn gegen den Horizont, wo ihn eine Schlacht erwartete. Doris blickte zu Jan hinüber und stellte fest, dass sein Glas bereits leer war. Sie fragte: „Wie lange bist du schon unterwegs, Jan?“ „Bereits drei Wochen, Frau Sommer.“ „Und wie lange wirst du bei uns bleiben?“ „Noch etwa zwei Wochen, wenn Sie erlauben.“ „Aber sicher, Jan, du bist uns sehr willkommen.“ „Es ist schön, dass ich ...
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