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Liebe, Tod und Neuanfang
Datum: 03.12.2017, Kategorien: Sonstige,
hatte mir etwas bequemes angezogen. Ein dickerer Jogginganzug musste reichen, der hielt am wärmsten, denn mir war ebenfalls kalt geworden. Zehn Minuten später kam Eva aus dem Bad. Sie sah verlegen aus. Sie wusste mit der Situation nicht umzugehen. Mir ging es nicht anders, aber da ich sie jetzt in meinem Pyjama sah, musste ich grinsen. Er hing an ihr herab, wie es eben aussah, wenn man Klamotten anhatte, die x-mal zu groß waren. Sie schlabberten ihr um den Körper und man konnte weder Hände noch Füße sehen. Sie musste beim Laufen sehr aufpassen, dass sie nicht fiel. Die Hosenbeine gerieten unter die Füße. Langsam kam sie auf mich zu und ich war erstaunt, dass sie noch kleiner wirkte. Das lag nicht an den Klamotten, sondern mir fiel auf, dass sie sonst ihre höheren Schuhe trug, die sie jetzt nicht anhatte. Ihre Haare hatte sie dadurch gebändigt, dass sie diese erneut hochgesteckt hatte. Trotzdem sahen sie wild aus und standen teilweise vom Kopf ab. Da fiel mir erst auf, dass ich keinen Föhn mehr hatte. Der Letzte war kaputt gegangen und ich selber brauchte keinen. Aber es musste so gehen. Es spielte keine Rolle. Eva kam auf mich zu und blieb direkt vor mir stehen. "Nimm mich in die Arme", sagte sie leise. Ich stand auf und schon standen wir, wie auf dem Friedhof, fest umschlungen da. Nur dass es nicht regnete und wir trockene Bekleidung anhatten. In der Stille des Raums, hörte ich sie atmen, spürte ihre Wärme an mir, wenn auch wesentlich deutlicher als zuvor. Die Stoffe, in ... die wir gehüllt waren, waren nicht dick und ließen die Wärme besser durch. Irgendwann verließ ihr Kopf meine Brust und ich beugte mich zu ihr herunter. Diesmal trafen sich unsere Lippen und es ging uns beiden durch und durch. Obwohl nur gehaucht, durchdrang es unsere Körper wie ein Stromschlag. Ihre Lippen waren so zart und weich, gaben nach, als ich meine ein zweites Mal darauf legte. Diesmal blieben sie verbunden, nahmen den anderen richtig wahr und blieben eine ganze Weile vereint. Als sie sich wieder lösten, sagte Eva leise aber eindringlich zu mir: "Bitte sei geduldig mit mir. Ich kann nicht so schnell wie viele andere. Außerdem habe ich immer noch Angst vor dir!" Ich sah sie erstaunt an. Damit hatte nicht gerechnet. Ich dachte, dass sie einen Entschluss gefasst hätte. Sie ließ mich los und setzte sich auf die eine Seite des Sofas und ich mich neben sie. "Schau mal", sagte sie, "Ich versuche es dir einmal zu erklären, vielleicht verstehst du mich dann besser." "Sieh dir deine Hände an und dann meine. Was fällt dir auf?" Zuerst wusste ich nicht, worauf sie hinaus wollte und sagte naiv: "Also, ich sehe bei mir genauso fünf Finger, darin unterscheiden wir uns nicht. Ich habe ebenfalls zwei davon, genauso wie du." "Und was noch?", fragte sie weiter. "Sie unterscheiden sich höchstens darin, dass deine zarter sind, als meine und meine kräftiger als deine!" Ich wusste nicht, worauf sie hinaus wollte. "Nein, das meinte ich nicht", sagte Eva. "Halte deine an meine, dann wirst du es ...