1. Liebe, Tod und Neuanfang


    Datum: 03.12.2017, Kategorien: Sonstige,

    merken oder besser gesagt sehen!" Ich hob eine hoch und sie eine von sich, drückte diese gegen die meine. Erst jetzt wusste ich, was sie meinte. "Sie ist größer als deine! Aber das ist normal!" sage ich erstaunt. "Natürlich ist das normal. Kleine Menschen wie ich, haben kleinere Hände als andere, genauso haben wir normalerweise kleinere Füße. Eigentlich ist alles an uns kleiner, so wie an großen Menschen normalerweise alles größer ist. Wenn kleine Menschen mit kleinen Menschen zusammen sind, dann geht alles klar, genauso anders herum!" Eva holte Luft und sah mir tief in die Augen. "Wenn aber große Menschen mit kleinen zusammen sind, wie wir beide, gibt es da manchmal Missverhältnisse. Normalerweise spielt das keine Rolle, doch manchmal macht es Schwierigkeiten. Ingo war nur fünf Zentimeter größer als ich. Ich nehme einmal an, dass wir, wenn wir zusammenbleiben möchten, nicht nur Händchen halten wollen?" Eine Schweigeminute trat ein. "Davor habe ich Angst!" Ich sah Eva an und mir wurde bewusst, was sie damit meinte. Ich rückte zu ihr herüber und küsste sie ein weiteres Mal. "Du brauchst keine Angst zu haben!", flüsterte ich ihr ins Ohr. "Ich werde nichts tun, was du nicht willst!" Das schien Eva ein wenig zu beruhigen und unserer Küsse wurden intensiver, dazu streichelte ich ihr langsam an ihrer Seite entlang, ohne davon abzuweichen. Nur herauf und herunter, auch wenn ich zu gerne, mit meiner Hand, unter die Pyjamajacke gefahren wäre, um ihre Haut zu spüren. Ich tat es ...
    nicht, wollte sie nicht überfahren. So lagen wir bald nebeneinander auf dem Sofa und küssten uns, während ich Eva streichelte. Von ihrem Mund abweichend, küsste ich mich weiter über ihr ganzes Gesicht von der Stirn über die Nase zum Kinn. Dort angekommen wanderten meine Lippen langsam weiter herunter, benetzten ihren Hals und kamen bei dem Ausschnitt an, dessen oberster Knopf offen stand. Hier erkannte ich ihr Parfüm, das ich schon oft an ihr wahrgenommen hatte. Es schien immer dasselbe zu sein, denn ich konnte keinen Unterschied erkennen. Welcher Duft es war, blieb mir jedoch verschlossen. Ich hob meinen Kopf, nachdem ich einen letzten Kuss zwischen den Ausschnitt getan hatte und sagte: "Du riechst so gut. Was ist das für ein Parfüm. Das kenne ich nicht!" Sie sah mich mit ihren großen Augen an und grinste. "Es ist kein Duft, den du kaufen kannst. Ich habe es selber aus mehreren zusammengemischt, da ich dachte, dass es keinen gibt, der alleine zu mir passt." "Sehr gut zusammengestellt. Er gefällt mir ausgesprochen gut. Ich finde, er passt hervorragend zu dir. Ein wenig Blume im Hintergrund, mehr Feuer im Vordergrund und dazwischen etwas, was eine leichte Note von Wildheit hat." Sie lachte auf. "Was du alles daraus riechen willst, ist enorm. Ich finde, es hat etwas Frisches und zugleich Gemütliches. Wobei das Gemütliche überwiegt. Vielleicht ist es so, weil ich keine Hektik mag. Dafür bin ich viel zu bodenständig!" "Kein Bischen verrucht? Streifst du nicht irgendwann einmal deine ...
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