1. Opiumtea


    Datum: 08.10.2017, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: byBless, Quelle: Literotica

    Sie stand unter der Brücke und wartete. Unruhig blickte sie sich um, sah auf die Uhr und ärgerte sich darüber dass sie viel zu früh hinaus gegangen war. Die U-Bahn rauschte knatternd über die Brücke hinweg. Sie blickte den langen Fluss entlang, es waren nur wenige Menschen unterwegs. Einer der ersten wärmeren Tage des Jahres war angebrochen, die Bäume noch verkrümmt, aber zarte, grüne Blätter spielten bereits im Wind. Sie drehte sich um als eine kleine Gruppe aus dem U-Bahn Ausgang kamen, suchend forschte sie durch alle Gesichter. Die aufkeimende Enttäuschung konnte sie nicht verdecken, er war nicht da. Nervös fingerte sie an ihrer zarten, langen Kette. Ein lauwarmer Luftzug glitt durch ihre schwarzen Haare, sie bekam eine Gänsehaut, nicht weil ihr kalt war, sondern weil sie in diesem Moment die Nähe eines Körpers spürte. Knapp hinter ihr, sie konnte die Wärme fühlen, ein angenehmer Männergeruch stieg ihr in die Nase. „Du wartest wohl schon lange", eine raue, vibrierende Stimme drang an ihr Ohr. Sie fühlte ihren Herzschlag durch ihren ganzen Körper pochen. Seltsame Vorfreude erfüllte sie. „Ich bin selbst schuld...bin ein bisschen zu früh-", sie stockte als eine Hand ihre Hüfte umfasste und sie umdrehte. Dann sah sie in seine grauen Augen, sein stechender Blick durchdrang sie, seine Lippen kräuselten sich zu einem Lächeln. Er küsste ihre Wange. „Genauso süß wie ich es mir vorgestellt hatte", sie wusste nicht ob er damit ihr Aussehen meinte oder ihren Geschmack. Falsche ...
    Verlegenheit stieg in ihre Wangen. In solchen Momenten wusste sie nie was sie sagen sollte und um das zu verbergen sagte sie einfach alles. „Ehm..danke. Es ist schön warm heute, deshalb war es nicht schlimm zu warten. Vielleicht können wir ja ein bisschen spazieren, weiter unten gibt es einen kleinen Holzsteg, der ins Wasser führt. Da könnten wir hin, ist wirklich nett dort", sie schämte sich für ihre banalen Worte, viel lieber hätte sie sich als eine starke, kluge und verführerische Frau ausgegeben. Er schwieg, lächelte nur sein geheimnisvolles Lächeln. Dann löste er sich von ihr und ging voran. Mit tapsigen, aber schnellen Schritten folgte sie ihm, nur nicht nachgeben, nur nicht zeigen wie aufgeregt sie war. Sie nutzte die Abwesenheit seines forschenden Blickes um ihn zu betrachten. Seine Muskeln zeichneten sich durch den Stoff seines Hemdes, sein Gang war langsam, aber bestimmt. Er hatte schöne, satte, braune Haare, halblang, zu einem Zopf gebunden. Sein Nacken strömte Männlichkeit aus, genauso wie seine rauen Hände. In ihr rumorte es und sie spürte ein Kribbeln im Unterleib bei dem Gedanken von diesen Händen gepackt zu werden. Er drehte sich nach ihr um und Augenblicklich verfiel sie wieder der Scham, sie fühlte sich ertappt. „Komm her", sagte er knapp und sie folgte an seine Seite. „Lass uns hier sitzen", erfolgte es und er deutete auf einen Platz in der Wiese am Rande des Flusses. Ein kleiner Steg spaltete das Ufer und die Bäume beugten sich darüber. Malerisch. Sie gehorchte ...
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