1. Software ist ein hartes Geschäft


    Datum: 07.10.2017, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: bymickflow, Quelle: Literotica

    Renate Wittmann saß am Steuer ihres Wagens und fuhr schon mehr als zügig den Kreisel des Autobahnzubringern hinauf. Neben ihr saß Isabelle Neumann in das Polster ihres Sitzes gepresst. Etwas verkrampft hielt sie sich am Griff oberhalb der Tür fest um nicht durch die Kurvenkräfte zu ihrer Chefin hinüber gedrückt zu werden. Sie mochte es nicht, wenn Frau Wittmann so fuhr, und sie fuhr selten so. Aber heute war einer der Tage, die ganz offensichtlich nicht zur sonst so guten Laune ihrer Chefin beitrugen. Sie waren zusammen auf dem Weg zu einem Kunden, einem wichtigen Kunden, zumindest war der Auftrag sehr wichtig. Die beiden Frauen waren in der Vertriebsabteilung eines größeren Softwareunternehmens angestellt. Eigentlich war es nur Isabelle, denn Frau Wittmann war ihre Chefin, Abteilungsleiterin und gleichzeitig auch Teilhaberin der Firma. Dass sie zusammen zu diesem Kunden fuhren unterstrich noch die Wichtigkeit der ganzen Sache. Was aber zur schlechte Laune der Fahrerin führte, die nun mit voller Beschleunigung auf die Autobahn einbog, war die Tatsache, dass der Einkäufer des Kunden ein echter Kotzbrocken war. Und in dem Punkt waren sich die beiden jungen Frauen einig, auch wenn Isabelle missbilligend registrierte, dass Frau Wittmann einen anderen Fahrer schnitt als sie die Spur wechselte ohne nach hinten zu sehen. Renate Wittmann sah grimmig in den Rückspiegel, als sie von hinten angeblinckert wurde und trat das Gaspedal bis zum Anschlag durch. Wie ein Pfeil schoss der Wagen ...
    nach vorn und ließ den immer noch wütend aufblendenden Fahrer im Rückspiegel keiner werden. "Du kannst mir mal im Mondschein begegnen! Noch so'n Depp!" murmelte Renate mehr zu sich selbst. Und als sie den etwas unsicheren und fragenden Blick ihrer Assistentin neben sich bemerkte, fügte sie noch hinzu "Nun machen sie nicht so ein Gesicht. Ich fahr uns schon nicht in den Graben, aber bei dem Kunden bin ich froh, wenn der Tag vorüber ist. Ich sag das auch nur im Vertrauen zu ihnen, Isabelle, und weil ich weiß, dass sie es nicht weiter erzählen. Der Grundsatz der Abteilung lautet, dass der Kunde König ist!" Auch dann, wenn es sich um einen Weltklasseidioten handelt, fügte sie im Geiste noch hinzu, ohne es laut auszusprechen. Sie wollte sich vor ihrer Assistentin nicht noch mehr Blößen geben, als sie durch ihren Fahrstil ohnehin schon tat. Sie nahm den Fuß etwas vom Gas und die Geschwindigkeit pendelte sich bei knapp zweihundert ein. Isabelle entspannte sich langsam, lange würden sie ohnehin nicht fahren müssen. Die beiden unterhielten sich über die Verhandlungstaktik, die sie anwenden wollten. Sie diskutierten die Varianten und Kniffe, mit denen sie rechnen mussten. Denn obwohl sie sich einig waren in der charakterlichen Einschätzung ihres Verhandlungspartners, so waren sie sich auch darüber im Klaren, dass er ein ebenso gerissener wie harter Profi bei Verkaufsverhandlungen war. Interessiert hörte Isabella den Ausführungen ihrer Chefin zu, sie selbst war erst 23 und Frau Wittmann ...
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