1. Weihnachten zu dritt Teil 11


    Datum: 05.10.2017, Kategorien: Hardcore,

    gespeichert. Darum ist es ein autarkes System und hat keinen Zugang zum Internet. Anhand dieser Protokolle kann ich sehen, wann auf welche Datei zugegriffen wurde.“ Soweit verstand Angela, was er sagte. Dann zeigte er mit einem Finger auf eine Zeile und meinte. „Hier hat sich jemand Zugriff auf eine Datei verschafft, die eigentlich abgeschlossen ist. Es gibt nur wenige Menschen, die den Code dafür haben. Da diese Datei aber im Moment nicht gebraucht wird, ist es erstaunlich, dass jemand darauf zugreift. Verstehst du jetzt, was ich meine? Einer oder mehrere Mitarbeiter tun da was, was ich nicht durchgehen lassen kann. Anhand der Logfiles kann ich ersehen, wer sich in die Datei eingeloggt hat. Das heißt aber noch nicht, dass derjenige es auch gewesen ist. Ist wie mit einem Handy. Die Ortung verrät den Aufenthaltsort einer Karte, aber weder wo das eigentliche Gerät ist oder gar, wer die Karte gerade benutzt. Nach dem Weihnachtsfest werden Köpfe rollen, das verspreche ich hoch und heilig.“ Angela sah Heinrich an und meinte mit besorgter Mine: „Aber dann kann es schon zu spät sein. Die Daten können schon geklaut sein!“ Heinrich grinste Angela an und meinte dann: „Sind sie wahrscheinlich schon. Aber das ist nicht so schlimm. Die Daten sind bei genauerem Betrachten nutzlos. Ich habe sie selber soweit verändert, dass es erst auffällt, wenn man sie anwendet. Diese Datei ist ein Fake, ein sogenannter Honeypot. Sie soll Datendiebe anlocken. Die echten Daten sind bei Fritz im Save. ...
    Oder glaubst du wirklich, dass wir unsere Existenz so leichtsinnig aufs Spiel setzten?“ Angela wusste jetzt, warum Heinrich noch gelassen wirkte. Obwohl sie wusste, dass es in ihm selber ganz anders aussah. Wahrscheinlich schäumte er innerlich vor Wut. Aber da Feiertage waren, konnte oder wollte er noch nichts unternehmen. Sie war sich aber sicher, dass er ab dem 27. Dezember sehr aktiv werden würde. Sie stellte sich innerlich darauf ein. Der Abend wurde bezaubernd. Heinrich hatte den Esstisch sehr geschmackvoll gedeckt. Kristallgläser, Blumen und ein Geschirr, was sie noch nicht gesehen hatte. Dazu hatten sich alle drei in Schale geworfen. Angela in ein kleines Schwarzes, was ihre Figur betonte, ohne zu viel zu zeigen. Die beiden Männer in dunklen Anzügen. Fritz trug Fliege, Heinrich Krawatte. Fritz schaffte es, das Essen auf den Tisch zu bringen, ohne sich zuvor damit zu bekleckern. Eine wirkliche Leistung. Es schmeckte unheimlich gut. Der Hasenrücken war nicht zu trocken, wie es oft vorkam und das war an sich eine Kunst. Dazu kam alles andere aus eigenem Anbau. Kartoffeln, die noch nach Kartoffeln schmeckten. Glasierte Karotten, leicht gebutterter Rosenkohl mit einem Hauch von Muskat, frische Preiselbeeren und eine Soße, die von den Göttern geschickt worden sein musste. Angela konnte nicht anders und musste diese in die Kartoffeln musen. Die beiden Männer lächelten, als sie es sahen und Fritz tat es ihr gleich. „Schmeckt besser so!“, meinte er und nahm noch einen Löffel der ...
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