1. Kiss the cook!


    Datum: 14.07.2017, Kategorien: Sonstige,

    überlegte einige Zeit, war mir nicht schlüssig. Zum Schluss kam ich auf die Idee, dass ich mit Bea ja auch viel Spaß haben konnte, ohne den letzten Schritt zu tun. Warum auch? Ich bekam doch auch ohne genug. Ich schrieb ihr letztendlich zurück: "Warum die Natur herausfordern, wenn man sie auch überlisten kann? Würde mich am nächsten Wochenende freuen dich zu sehen und mehr ...!" Beas Antwort kam schnell und einfach, "Wenn Sie es so wollen, dann eben so. Komme am Samstag!" Damit war unsere sowieso immer kurz gehaltene Kommunikation beendet. Fast wunderte mich allerdings ihre Antwort, denn ich hatte von ihr den Eindruck bekommen, das sie immer versuchte ihren Kopf durchzusetzen und auch bekam, was sie wollte. Hier war es nicht der Fall, sie hatte wirklich schnell eingelenkt und das macht mich etwas stutzig. Aber nicht lange. Die Freude Bea wiederzusehen und mehr, versetzte mich in eine leicht euphorische Stimmung. Der Samstag war nicht mehr lange hin. Die Tage vergingen dieses Mal schneller als ich dachte. Ich machte mir nur wenige Gedanken über den Samstag, freute mich nur darauf und konnte mich auf meine Arbeit konzentrieren. Schon aus diesem Grund verging sie sehr schnell und der Tag war gekommen. Ich arbeitet an diesem Tag nicht, denn ich wusste, dass daraus nichts gutes entspringen konnte. Jetzt war ich doch ein wenig nervös und konnte keinen klaren Gedanken auf die Arbeit lenken. Wenn man es dann doch versuchte, kam nur Mist dabei heraus. Das Wetter hatte sich nicht ...
    gebessert und an diesem Samstag anscheinend noch einen Brikett mehr aufgelegt. Der Regen schüttete aus vollen Eimern und ich musste einen Moment an Christina denken. Sie war mit ein paar Leuten über das Wochenende zu einem Rockfestival gefahren und ich musste mich schon bei dem Gedanken schütteln, wenn ich mir das vorstellte. Bei dem Wetter auf freier Flur in einem Zelt. Na super, alles nass und klamm, jede Menge Schlamm auf dem Acker. Da blieb ich doch lieber in meinen gemütlichen vier Wänden und kuschelte mich ein. Man wird halt alt, da sah man da große Vorzüge drin. Langweilig würde mir jedenfalls auch nicht werden, davon war ich überzeugt. Gegen vierzehn Uhr klingelte es dann. Ich ging zur Tür und musste lachen, als ich Bea sah, die davor stand. Sie hatte entweder keinen Schirm oder hatte ihn vergessen. Wie sie überhaupt zu mir kam, war mir nicht bekannt, ein eigenes Auto hatte sie nicht, ein Fahrrad sah ich ebenfalls nicht. Blieben Bus fahren oder zu Fuß gehen. Da die nächste Bushaltestelle aber relativ weit weg war, bleibe sich das Einerlei. Bea sah jedenfalls so aus, als wenn sie eine Extraportion Regen abbekommen hatte. Ihre Haare und Klamotten trieften jedenfalls vor Nässe und die leichte Schminke, die sie immer trug, war inzwischen vollkommen verlaufen. So stand sie wie ein Häufchen Elend vor der Tür. Ich machte ihr Platz und sie trat schniefend ein. Zu allem Überfluss hatte sie sich anscheinend auch noch erkältet, was bei diesem Wetter auch nicht verwunderlich war. Ich ...
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