1. Kiss the cook!


    Datum: 14.07.2017, Kategorien: Sonstige,

    Es zeigte Bea in einem Pyjama, deren Jacke vorne eine gewaltige Kugel vor ihrem Bauch aufwies. Wahrscheinlich hatte sie das Kissen, was zuvor auf dem Bett gelegen hatte zusammengerollt und darunter geschoben. Es war jedenfalls nicht mehr auf dem Bild zu sehen. Text: "Wer das in Kauf nimmt, der darf das, was auf dem nächsten Bild ist!" Ich klickte das letzte Foto an. Es zeigte Bea so, wie sich sie noch nie gesehen hatte. Sie lag jetzt mit dem Rücken nackt auf dem Bett, hatte sich wieder das Kissen unter den Unterleib geschoben, die Beine weit angezogen und auseinanderklaffen lassen. Ihre beiden Hände zogen ihre Schamlippen auseinander und zeigten ihre Weiblichkeit, in der ein kleiner Dildo steckte. Meine Gedanken begannen zu kreisen. Hatte der Text wirklich das ausgesagt, was ich dachte? Ich klickte die Bilder, besonders die beiden Letzten immer wieder an. War es nicht das, was ich von Anfang an wollte. Wollte ich nicht die ganze Zeit schon mit ihr schlafen? War das nicht letztendlich das Ziel, wenn man es sich genau überlegte? Doch was hatte das mit dem anderen Bild zu tun. Klar war mir bewusst, was sie damit meinte. Natürlich war es möglich davon schwanger zu werden, aber da gab es Mittel gegen. Also warum die Anspielung? Ich verstand es nicht wirklich. Tage gingen ins Land und ich hörte nichts von Bea. Keine Mail, nichts was auf sie hindeutete. Eigentlich wie immer. Eine Zeit der Spannung und zugleich Entspannung. Ich konnte meinem Beruf nachgehen, ohne gestört zu ...
    werden, bekam die Konzentration, die dafür nötig war. Gleichzeitig war die Mailkiste aber immer so gestellt, dass ich eintreffende Mails hören konnte. Es kam öfters vor und somit war öfters das dafür eingegebene Geräusch relativ häufig zu hören. Ich sah aber trotzdem immer so schnell wie möglich nach, ob es vielleicht eine von Bea war. Waren die letzten Tage relativ heiß und schwül gewesen, hatte sich das Wetter vollkommen geändert. Es regnete schon zwei Tage fast ununterbrochen. Für die Natur nach langer, trockener Hitze eine Wohltat. Für mein Gemüt eher kontraproduktiv. Es war die Zeit, in der man in einem Roman eher zu schweren, traurigen Kapiteln neigte. Oft kamen dabei Tod und Verzweiflung heraus. Man ließ eine bis dahin wichtige Nebenperson im Roman sterben oder man tat ihn zumindest etwas Schlimmes an. Ein Drama mit ungewissem Ausgang. Das Dumme an der ganzen Geschichte war nur, dass es einen selber auch mit herunter zog. Man fühlte mit der Person mit, konnte es sich fast selber vorstellen und das trübte die eigene Stimmung noch mehr. Dabei überlegte ich immer wieder, ob ich mir nicht irgendwo im Süden ein Winterdomizil suchen sollte. Meine Romane wären sicher heiterer geworden. So wurde dieser Tag auch nicht gerade mein erfolgreichster, was das Schreiben anging. Nur wenige Zeilen und dabei war ich mir noch nicht einmal sicher, ob ich sie überhaupt weiter verwenden würde oder löschen sollte. Es waren eher Lückenfüller. Eigentlich nur dafür gemacht, dem Roman mehr Seiten zu ...
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