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Kiss the cook!
Datum: 14.07.2017, Kategorien: Sonstige,
mich nicht, denn ich saß wie immer bei solchen Gelegenheiten in meinem Arbeitszimmer und machte Recherchen oder beantwortete E-Mails. Wenig später wurde es lauter im Keller. Das dumpfe Schlagen der Stereoanlage drang bis in Arbeitszimmer vor. Sogar mein Glas, in dem die leckere, bernsteinfarbene Flüssigkeit war, vibrierte so manches Mal und die Flüssigkeit darin warf Miniwellen. Die Stimmung dort unten wurde jedenfalls immer besser, was man an dem öfters nach oben klingenden hohen Lachen der Mädels hörte. Die Männer waren aufgrund der Stimmhöhe nicht zu hören. Dann erschrak ich, als auf einmal die Tür zu meinem Zimmer aufgerissen wurde und Christina hereinkam. Sie stand mit leicht verschwommenen Augen vor meinem Schreibtisch und meinte: "Paps, kannst du mal den Laser anwerfen? Meine Leute würden das zu gerne mal sehen!" Ich sah Christina an und nickte nur einmal, dann stand ich auf und suchte den Schlüssel für den Generalschalter. Es war eines meiner Hobbys das Ding zu programmieren und das war neben meinen Whiskeyvorräten das Einzige in diesem Haus, an dem niemand etwas zu suchen hatte. Nicht um sonst hatte ich einen Lehrgang zum Laserschutzbeauftragten gemacht. Christina sauste vor mir in den Keller, und als ich dort ankam, war ich darüber fast froh, dass es selbst in dieser Zeit noch Raucher gab, denn dann brauchte in die Nebelmaschine nicht anmachen. Ich fand immer, dass das Zeugs darin stank. Zigarettenqualm empfand ich dagegen als relativ angenehm, hatte ich doch ... selber fünfundzwanzig Jahre geraucht, es dann aber von einem Tag auf den anderen gelassen. Nicht wegen des Geldes, nicht wegen der Gesundheit in dem Sinne. Ich hatte mich nur gefragt, was das sollte und das nach einem viertel Jahrhundert. Mir machte es aber nichts aus, wenn andere qualmten. Ich roch es sogar recht gerne. Unten angekommen kam mir ein mehrfaches "Hallo" entgegen, zumindest von denen, die ich kannte und das waren fast alle hier. Zumindest was die Mädels betraf. Die jungen Männer kannte ich nur zum Teil. Aber ehrlich gesagt interessierten die mich auch nicht sonderlich. Sicher verständlich. Als ich durch den Raum ging, drehte ich meinen Kopf hin und her um Bea zu entdecken und sah sie in einer Ecke mit einem jungen Mann stehen, was mir seltsamerweise einen Stich gab. Er war in etwa so groß wie ich, und als ich ihn genauer betrachtete, hatte er sogar in etwa mein Aussehen, als ich in dem Alter gewesen war. War es schon, soweit das ich auf jemanden eifersüchtig wurde, mit dem ich gar nicht zusammen war? Ich beobachtete sie solange, bis ich an meinem kleinen Lichtpult angekommen war. Währenddessen sah ich zu den beiden. Sie unterhielten sich anscheinend recht angeregt, denn Bea gestikulierte recht stark mit ihren Händen. Dann konzentrierte mich aber auf das Licht, drehte den Schlüssel im Sicherheitsschalter um und die dazu gehörenden Geräte und Kühler fuhren hoch, und wenn man genau hinhörte, dann vernahm man ein Geräusch, als wenn ein Motor gestartet worden wäre. Der ...