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Kiss the cook!
Datum: 14.07.2017, Kategorien: Sonstige,
ausleihen!" Christina antwortet, ohne hinzusehen: "Kannst ihn gerne haben, aber wieder zurückbringen. Den will ich nämlich behalten!" Dann lachten alle wieder und nuckelten an den Strohhalmen, nachdem ich jeweils den zugedachten Drink an alle verteilt hatte. Es herrschte kurzeilig eine vollkommene Stille. Dann hörte ich es nur noch schmatzen und da wusste ich, dass ich den Geschmack getroffen hatte. "Lecker!", war die einhellige Meinung. "Könnte man noch mehr von vertragen!" "Achtung!", sagte ich mit einem Lächeln, "die sind nicht ungefährlich. Ist mehr Alkohol drin, als man schmeckt. Besonders bei der Wärme steigt einem das schnell in den Kopf!" "Och, wir können schon was ab", sagte Christina und die drei anderen nickten zustimmend. Sie musste es ja wissen. Mir war am nächsten Tag ja nicht schlecht. "Wenn noch was ist, ich bin im Arbeitszimmer", sagte ich noch und verschwand. Ich wollte nicht länger stören. Immerhin war ich nicht eingeladen. Ich machte mich wirklich daran wieder etwas zu arbeiten, aber nicht zu schreiben, sondern sortierte Dateien und recherchierte, noch was im Netz, denn ich brauchte für meinen Roman noch ein paar Infos. Ohne ging oft nicht, denn man sollte bei einigen Sachen schon bei der Wahrheit bleiben. Ein Roman fühlte sich erst lebendig an, wenn man zum Beispiel Begebenheiten aus der Geschichte mit einwob, aber dann mussten die auch stimmen. Zu viele Menschen kamen auf die Idee es nachzuschauen oder wussten einfach, was richtig war. Wenn also was ... nicht stimmte, wurde man mit Mails bombardiert, in denen immer wieder auf den Fehler hingewiesen wurde. Doch auch dieses Mal kam ich nicht weit mit meiner Recherche. Nach einer halben Stunde ging auf einmal die Tür auf und Christina steckte ihren Kopf hindurch. "Paps, kannst du uns noch einen machen? Vielleicht noch einen Größeren. Der Letzte war so schnell weg!" "Na gut", sagte ich, "aber nur noch einen. Denke dran was ich gesagt habe!" "Danke, du bist der Beste!" "Schön das Du es auch einmal merkst!", meinte ich nur noch und stand auf, um die Drinks zu machen. Ich stand in der Bar und besah mir die verschiedensten Flaschen an sie für meine nächsten Kreationen auszuwählen. Als ich mich entschlossen hatte, griff ich nacheinander danach und holte sie einen nach der anderen von aus dem Regal. "Guten Tag Herr Hennig!", hörte ich auf einmal eine Stimme hinter mir die nur zu Bea passte. Ich sah dazu etwas weiter nach unten in den Spiegel hinter den Gläsern und konnte sie undeutlich erkennen. Sie stand direkt am Tresen und hatte ihre Ellenbogen so auf den Tresen gestützt, dass sie ihren Kopf auf ihre Hände abstützen konnte. Ich hatte sie nicht kommen gehört, was daran lag, dass sie barfuß war und man sie auf dem harten Teppichboden deshalb nicht hören konnte. Ich drehte mich langsam um und hielt dabei die beiden letzten Flaschen fest, die ich noch benötigte. "Hallo Bea!", sagte ich und hatte dabei so etwas wie einen Kloß im Hals. Eigentlich dumm, wenn man bedenkt, wie alt ich war. So ...