1. Hexenring 3


    Datum: 14.04.2017, Kategorien: Hardcore,

    schrie immer wieder in die Luft, wenn sich ein Blitz in unserer Nähe löste und der Donner über uns rollte. Es wurde zu dem Inferno welches ich schon vermutet hatte. Blitz auf Blitz folge und es war nicht mehr zu erkennen, welcher Donner zu welcher Entladung gehörte. Es vereinte sich zu einem einzigen Chaos, in dessen Mitte wir standen. Nein, ich stand und Klara benahm sich wie ein kleines Kind. Es machte ihr zusehends Spaß durch den Regen zu hüpfen und laufen, dabei drehte sie sich immer wieder um die Achse und schrie ihre Freude heraus, während uns unsere Klamotten vollkommen durchnässt, am Leibe klebten. Es kam soweit, dass ein Blitz genau neben uns einschlug. Er blendete mich derartig, dass ich nichts mehr sehen konnte. Genauso erging es meinen Ohren. Als der Donner kam, wurde ich taub. Ich sah und hörte nichts mehr. Nur mein Tastsinn war noch voll funktionsfähig und so spürte ich Karas Hand an meiner. Sie zog mich von meinem Platz weg und ich folgte ihr Schritt für Schritt. Dabei schüttet es immer noch wie aus Eimern und ich meinte immer noch die Elektrizität auf meiner Haut zu spüren. Sie verfing sich zwischen den Haaren auf meinen Armen und stellte sie auf. Ein paar Minuten später und ein Stück weiter weg, hörte es plötzlich auf zu regnen. Nicht das es weniger geworden wäre. Es war nur wie abgeschnitten. Nicht ein Tropfen klatschte von einem Moment zum anderen mehr auf mich. So schnell konnte es nicht aufgehört haben zu regnen. Langsam konnte ich wieder etwas sehen und ...
    meine Ohren begannen wieder zu funktionieren. Zuerst konnte ich bedächtig wieder Schemen und Umrisse erkennen, dann wurde es von Sekunde zu Sekunde deutlicher. Genauso gewannen meine Ohren wieder an Kraft. Der Regen hatte nicht aufgehört, nicht im Geringsten, aber wir standen in einem Eingang, ähnlich einer Grotte, die hinter uns im Dunkel verschwand. Nur einen Meter vor uns tobte sich das Gewitter weiter aus, als wenn es nie aufhören wollte. So standen Klara und ich Hand in Hand da. Doch nicht lange. Klara ließ mich los und drehte sich um. Was ich zuerst nicht gesehen hatte, war eine Fackel die auf dem Boden lag. Klara nahm sie auf und entzündete sie mit den dabei liegenden Streichhölzern. Erst jetzt bemerkte ich, wie kalt mir geworden war, denn die Wärme der Fackel tat mir gut. Leicht zitternd nahm Kara mich wieder bei der Hand und zog mich auffordernd weiter, in den fast schwarzen Tunnel, vor uns hinein. Nur wenige Schritte weiter machte dieser einen leichten Knick und öffnete sich dann zu einer kreisrunden Höhle. Ich blieb wie versteinert stehen, als ich sah was in ihr war. Die Wände waren nicht glatt sondern es waren Nischen eingelassen in denen Menschen in prächtigen, bunten Gewändern aufrecht saßen. Doch das war gar nicht das, was mich so schockierte, sondern das mich unter den Kapuzen der Gewänder bleiche Schädel anstarrten. Insgeheim zählte ich sie und kam auf sechzehn. Wobei nicht alle Nischen besetzt waren. Rechts von mir waren noch vier leer. Dazu kam, dass in der ...
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