1. Junge Liebe Teil 13


    Datum: 09.04.2017, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    leise und hoffnungsvoll. „Wenn der Mistkerl Pierre nicht dabei wäre, hättest du vielleicht recht." Seine Frau kniff die Augen zusammen. Wie alle Leute im Dorf kannte sie die Geschichte von Pierre Pfaffer ganz genau. Auch wenn ihm niemals nachgewiesen werden konnte, dass er seiner Mutter absichtlich fast den Schädel eingeschlagen hatte, wusste man im Dorf doch Bescheid. Und niemand zweifelte an seiner Schuld. Ihm war in klaren Worten gesagt worden, dass er nicht mehr zurückkehren sollte, wenn er seine Zeit für die ‚fahrlässige Körperverletzung' abgesessen hatte. Dass er nicht mehr willkommen war. Wenn er so vermessen war das zu ignorieren, konnte das nichts Gutes bedeuten. „Vielleicht rufst du besser Klaus und Franz an und sagst ihnen, was vor sich geht", sagte er nachdenklich. „Lieber scheuche ich sie umsonst aus dem Bett, als dass ich zulasse, dass in diesem Dorf am Ende noch etwas wirklich Schlimmes passiert." „Das mache ich", sagte sie und schluckte. „Und dann ziehe ich mich an und begleite dich." „Nein, Elfriede!", widersprach er sofort und in einem Ton, der keinen Widerspruch duldete. „Streite nicht mit mir", fauchte sie. „Ich komme mit. Basta!" Fieberhaft überlegte er, wie er sie davon abbringen konnte. Und zum Glück fiel ihm etwas ein. „Du musst zu Renate, Liebes. Du weißt so gut wie ich, dass sie nicht stillsitzen wird. Sie wird eine Dummheit tun. Und du musst sie aufhalten." Mit einem Blick zu ihr erkannte Walther, dass er einen Volltreffer gelandet hatte. Sie ...
    kaute auf ihrer Lippe und dachte nach. Und ganz am Rande registrierte er, dass sie ihn genau mit dieser Miene damals um den Finger gewickelt hatte. Deutlich konnte er gerade ihr junges, bildschönes Selbst vor sich sehen. „Wir haben keine Zeit für Streitereien. Ich fahre in den Wald und du zu Renate. Und meine Flinte nimmst du mit. Falls du sie nicht abhalten kannst, will ich dich bewaffnet wissen." Die Zugeständnisse schienen ihr zu reichen. Sie gab sich geschlagen und gemeinsam schlüpften sie rasch in die Kleidung und holten, was notwendig war. Einschließlich der alten MP 40 von Walthers Vater, die der seinem Sohn übergeben hatte, bevor er sich im dämlichen Volkssturm für den ollen Adolf umbringen ließ. „Pass auf dich auf, Walther Müller", sagte seine Frau mit Tränen in den Augen zum Abschied. „Du magst dir denken, dass du ohne mich nicht zurechtkommen würdest..." Er zuckte zusammen, als sie bewies, wie gut sie ihn durchschaute und dass sie sehr wohl wusste, weswegen er sie nicht dabei haben wollte. „Aber ohne dich...", sie stockte. „Wen sollte ich denn rumscheuchen und anschreien?" Er nickte und küsste sie. „Später wirst du nicht drum rum kommen, mir zu gestehen, dass du mich noch liebst", sagte er mit schrägem Lächeln. „Später", nickte sie. „Später werde ich dir alles gestehen." ***** Energisch trat Renate aus dem Haus. Sie hatte die Polizei gerufen und sie hatte bei Müllers angerufen, weil der Walther nicht so weit von der Bauruine im Wald wohnte. Und weil er als Jäger ein ...
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