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Eine Pflanze mit Pfiff
Datum: 19.02.2017, Kategorien: Sonstige,
soweit erforscht war. Die übrigen Bestandteile hatten keine Auswirkung, denn wir probierten sie noch. Aber es tat sich nichts. So verabschiedete ich mich von ihr und ging zurück in das Wohnzimmer. Hier wandte ich mich in die Ecke, wo die Blumen standen, und fand, dass sie nicht mehr so gut aussahen, wie noch vor einem Tag. Das setzte sich fort. Zwei Tage später schrumpelten die Blütenblätter zusammen und sahen mehr als unansehnlich aus. Ich roch sehr vorsichtig an ihnen, aber die Wirkung war verschwunden. Was ich allerdings faszinierte war, dass sich doch die Samenkapseln bildeten, die ich aus dem Urwald kannte. Die Blumen hatten sich anscheinend selber bestäubt, denn einen Bestäuber hatte ich nicht gesehen. Zum Schluss starb auch noch der restliche Teil der Pflanzen ab und verwandelte sich in einen elendig aussehenden Haufen vertrocknet aussehender Blätter und Stängel. Aber das machte nichts, den ich hatte eine große Anzahl der Samen erhalten, die ich in der Art einpflanzen würde, wie ich es schon einmal getan hatte. Für Neue war also gesorgt, auch wenn es noch lange dauern würde. Dabei kam mir dann eine Idee. Was war, wenn man die Samen selber verzehrte. Ich hatte so viele davon, dass ich ein paar davon für ein Experiment opfern konnte. So kam es, das ich wenige Wochen nach unserem letzten Treffen Nadja anrief und ihr von meiner Idee berichtete. Ich hatte mit nichts anderem gerechnet als ihrer Zustimmung und so war es dann auch. So bald wie möglich wollten wir uns treffen ... und das war schon zwei Tage später. Als ich ihr öffnete, sah sie mich nur an und sagte. "Na, hast doch noch nicht ohne mich ausprobiert oder?" Ich schüttelte den Kopf und sie ging grinsend an mir vorbei ins Wohnzimmer. "Und was machen wir, falls es keine Wirkung hat?", frage sie mich, als ich ebenfalls durch die Tür ins Wohnzimmer kam. "Hmmm, ich denke wir werden uns ein wenig unterhalten, dann eine Nummer schieben und uns weiter unterhalten. Wenn wir dann noch mehr wollen, machen wir das. Ich habe jedenfalls Zeit und Lust!" Nadja lachte auf. "Kein schlechter Plan, besonders das mit dem schieben der Nummer. Brauchen wir dann das Reden überhaupt noch? Unter umständen wird das ein einseitiges Gespräch, denn man soll doch mit vollem Mund nicht sprechen!" "Nein!", antwortet ich ihr, "das wären wirklich unheimlich schlechte Tischmanieren. Aber da brauchst du keine Angst haben, wenn ich mich an keiner reifen Pflaume labe, dann wirst weder du noch ich reden wollen. Ich habe festgestellt, dass dann sowieso keiner besonders gut zuhört. Also, was ist? Wollen wir es wagen?" Nadja sah auf das kleine durchsichtige Glasgefäß, was ich auf den Tisch gestellt hatte, in dem ein paar schwarz-bläuliche Samenkapseln lagen. Ich hatte sie nachgezählt und für jeden von uns drei reserviert. "Sind ja ganz schön klein", meinte sie und betrachtete sie genauer, nachdem sie das Gefäß hochgehoben und vor ihre Augen geführt hatte. "Hat die Größe etwas damit zu tun, was dabei raus kommt?" Hier fing Nadja an, ...