1. Eine Pflanze mit Pfiff


    Datum: 19.02.2017, Kategorien: Sonstige,

    quälen die noch nie zwischen uns gestanden hat?" "Du hat recht, ich sollte mir darüber nicht so viele Gedanken machen", kam zögerlich von Nadja zurück, "dabei möchte ich nur von dir wissen, ob wir diese Experimente noch weiter fortführen wollen. Immerhin gibt es noch mehr an diesen Blumen, was man essen könnte. Dafür müssten wir es aber bald ausprobieren, denn ewig werden sie nicht blühen." Sie sah in diesem Augenblick zu den unschuldig wirkenden Blumen herüber und sah sie lange an. Man musste ich nur einmal vorstellen, was man alleine mit dem schon machen konnte, was wir bis jetzt herausgefunden hatten. Wir konnten Hunger erzeugen und hatten eine Droge gefunden, die sich in ihrer Wirkung noch gar nicht abschätzen ließ. Vielleicht hatte Nadja auch damit recht, dass andere Teile der Blumen auch andere Wirkungen hatten. "Also ich würde die Experimente gerne weiterführen", sagte ich, "Und ich würde mich freuen, wenn du dabei mitmachen würdest. Wir haben heute unbeschadet überstanden, also warum sollen wir den Rest nicht auch noch schaffen?" Nadja drehte ihren Kopf wieder in meine Richtung. "OK!", kam es von ihr. "Lassen wir uns darauf ein, aber nur wenn wir uns beide versprechen, dass alles so bleibt wie zuvor, egal was passiert!" Ich nickte ihr zu. "Egal was passiert. Hand drauf!" Wir gaben uns wirklich die Hand und damit war unser Pakt besiegelt. Innerlich freute es mich und meinte bei Nadja etwas Ähnliches in ihrem Gesicht lesen zu können. Es war eine Mischung aus ...
    Neugierde und Vorfreude das Unbekannte zu entdecken. So kannte ich sie. Immer wissbegierig und an allem interessiert. Eine der Dinge, die ich an ihr so schätzte. Für diesen Abend war die Sache mit der Pflanze erst einmal vom Tisch, auch wenn es sicher bei uns beiden noch weiter in den Köpfen herumspukte. Doch wir ließen kein Wort mehr darüber über unsere Lippen kommen. Erst drei Tassen Kaffee später, am frühen Morgen, verabschiedete Nadja sich von mir und fuhr nach Hause. Innerhalb der letzten halben Stunden waren wir so müde geworden, dass selbst ein ganzer Liter Kaffee nichts mehr genutzt hätte. Ich schleppte mich also in mein Bett und wollte mich ausruhen, aber seltsamerweise konnte ich trotz bleierner Schwere keine Ruhe finden. Immer wieder schwirrten mir die Bilder mit Nadja im Kopf herum und traten fast plastisch vor meine Augen. Was war es doch schön gewesen, auch wenn ich im Prinzip nur wenig davon gehabt hatte. Trotzdem empfand ich es die ganze Zeit als wunderschön. Es bewies zumindest, dass ein Mann es nicht immer tun musste, sondern auch einmal ohne konnte. Schon am nächsten Tag rief mich Nadja an und fragte nach, wann wir uns wieder treffen könnten. Ich war auf der einen Seite überrascht, dass sie schon so früh wieder danach fragte, aber zugleich auch sehr davon angetan, denn es zeigte mir deutlich, dass sie den Tag gut verdaut hatte. Wir verabredeten uns wieder zum nächsten Wochenende, denn wir waren uns nicht sicher, ob wir am darauf folgenden Tag arbeiten könnten. ...
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