1. Sonny's Sommer Ch. 04


    Datum: 20.09.2016, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    Ich hörte die gleichmäßigen Atemzüge Peters neben mir, als ich am nächsten morgen blinzelnd erwachte. Das große Schlafzimmer war fast dunkel, die schweren Vorhänge ließen kaum Tageslicht ins Zimmer. Ich sah zur Uhr. Zwanzig nach acht -- warum konnte ich eigentlich nicht mehr bis mittags pennen, so wie früher, als ich noch zur Schule ging? Eigentlich hätte ich doch mit einem irren Glücksgefühl aufwachen müssen, nach dem gestrigen Tag. Unsere kleine Melanche am Pool war der Auftakt zu einem Abend gewesen, wie ich ihn mir in den kühnsten Träumen nicht vorgestellt hatte. Ein kleines Chaos an Körpern, jeder hatte sich irgendwie mit jedem beschäftigt. Es war einfach nur pure Lust gewesen -- Lust daran zu sehen, wie Peter in Suzanne eindrang - Lust daran Jeans pulsierenden Stab in mir zu spüren, in meiner Möse, in meinem Po -- Lust an unseren gegenseitigen homoerotischen Spielchen, die uns, quasi als Zwischeneinlage, vor Augen hätte führen können, dass es zwischen uns vieren keine Grenzen mehr gab. Also wie gesagt, ich hätte eigentlich mit einem irren Glücksgefühl aufwachen müssen -- aber ich fühlte mich irgendwie leer. Sicher waren mir Jean und Suzanne sympathisch, natürlich fand ich sie anziehend, aber nur im Sinne von Lust und Geilheit. das war es, was mir irgendwie fehlte... Gefühl, Zärtlichkeit oder ganz pathetisch: Liebe! Ich blickte zu Peter, der neben mir immer noch fest schlief. Wie sollte es nun weitergehen? War ich wirklich so, wie ich mich am gestrigen Tag erlebt hatte? ...
    War ich so zügellos, lustbestimmt? Hatte ich diese ausgeprägte bisexuelle Neigung, oder war ich nur in einen Strudel der Lust geraten? Würden Peter und ich je wieder „normalen" Sex miteinander haben -- oder bräuchten wir ab jetzt diesen Kick mit anderen zusammen zu ficken? Bis vorgestern war alles noch so klar gewesen. Ein langes Wochenende in Paris, klar mit Sex, wir hatten ja an dem kleinen See schon gut angefangen, ich war spitz, Peter war spitz, alles war in Ordnung. Ich freute mich auf die Stadt der Liebe, sicher verbunden mit dieser unbestimmten romantischen Erwartungshaltung, die wir Frauen nun mal entwickeln, wenn uns unser Liebster ausgerechnet dorthin „entführt". Danach wäre alles nach Programm verlaufen... Rückreise, Uni, Prüfungen ... Irgendwie fühlte ich mich um einen Traum betrogen. „Komm schon, Sonny, jetzt dramatisiere nicht", schalt ich mich selber. „Du kennst Peter doch noch gar nicht so lange -- und jetzt tust Du so, als ob Dir dies Erlebnis eine 20jährige Ehe zerstört." Ich raffte mich auf und erhob mich aus dem Bett. Als ich die schweren Vorhänge zurückzog, lachte mich die Sonne an. Stahlendblauer Himmel, nur hier und da eine kleine Schönwetterwolke. Ich öffnete ein Fenster und der Sommer kam mir entgegen. Dieser Duft nach Wiese, Blumen, das Zwitschern der Vögel... fast schlagartig waren meine trüben Gedanken wie weggeblasen. Ich blickte zum Bett. Peter schlief wie ein Stein. Vorsichtig zog ich die Vorhänge wieder zu, streifte mir den Bademantel über, den ...
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