1. Wege durch die Nacht mit Radio Cool


    Datum: 04.08.2018, Kategorien: Anal, Schwule Männer,

    „Ja, ich wünsche mir von ihr unser Lieblingslied: Du gehörst zu mir …“ „Versprochen, lieber Rainer. Das Lied hatten wir heute noch nicht, erstaunlich, wo es doch bald Mitternacht ist.“ Kurze Kunstpause und dann: „Also hier, speziell für dich, lieber Klausi! Oder du Böser? Eines der schönsten Lieder für Liebende, wie ihr es seid. Marianne Rosenberg – Du gehörst zu mir. Für Rainer und Klaus.“ Das Lied wird angespielt, der Moderator regelt kurz noch einmal die Musik runter und sagt: „Lieber Klaus, dieses Lied ist heute nur für dich. Von deinem Rainer. Ich bin sicher, er glaubt fest an das, was Marianne Rosenberg singt. Wenn du uns hörst und es dir möglich ist, dann nimm den Schmerz von deinem Liebsten.“ Jetzt wurde die Musik richtig laut. Ist es wahre Liebe Die nie mehr vergeht? Oder wird die Liebe Vom Winde verweht? Spätestens an dieser Stelle, wenn ich mich recht erinnere, habe ich geheult wie ein Schlosshund und mich, zusammengerollt wie ein Embryo, auf meine Schlafcouch geworfen. Ich weinte immer noch als das Lied zu Ende ging. Er gehört zu mir Für immer zu mir... Er gehört zu mir, wie mein Name an der Tür Und ich weiß, er bleibt hier Er gehört zu mir! „Es wäre zu schön, wenn das Lied wahr würde“, dachte ich bei mir und schluchzte flehend in meine Kissen: „Lieber Klaus, komm bitte zu mir! Bleib bei mir, denn du gehörst zu mir!“ Als das Lied endete, wurde sofort das nächste Stück gespielt. Ich war ein wenig beleidig deswegen. Eigentlich hätte jetzt die ganze Welt verstummen ...
    müssen, auch Radio Cool. Ich blieb liegen. Arbeiten konnte ich in diesem Gemütszustand ohnehin nicht und auf Surfen im Netz hatte ich auch keine Lust und das zeigte mir, dass ich vor lauter Kummer fast schon gestorben war. Irgendwann in der Nacht hörte ich dann heftiges Klopfen an der Tür. Mir war nicht klar, ob das schon lange so ging. „Wer will denn jetzt was von mir. Ich will meine Ruhe“, dachte ich. Als das Klopfen gar nicht aufhören wollte, stand ich auf und öffnete. Vor mir stand Klaus. Bevor ich ihm – vorwurfsvoll? – in die Augen schauen konnte, flog er mir um den Hals. Ich konnte nicht anders und nahm ihn auch fest in die Arme und flüsterte mit meinen Lippen ganz nah an seinem Ohr: „Warum? Mein Liebster, warum?“ „Ach du, mein Schatz, ich bereite dir immer Kummer, obwohl ich das nicht will. Glaub mir, ich war wieder einmal total pleite und wollte nicht schon wieder dich anpumpen, wo du doch immer so großzügig zu mir bist. Deswegen habe ich mich kurz entschlossen, meinen ‚Daddy‘ aufzusuchen, der mich fürs Blasen immer so gut belohnt. Du erinnerst dich, du hattest mit ihm gechattet und mich auf ihn aufmerksam gemacht. Und du hast mir auch erlaubt, es mit ihm zu tun, wenn ich dir dann davon erzähle.“ „Ach Klaus, gut dass du da bist. Lass dich küssen. Ich will dich vögeln.“ Sein Bedürfnis nach Rechtfertigung war aber noch nicht gestillt: „Ja, mein Schatz, mach mit mir was du willst. Aber hör zu: Der Typ hat so einen hässlichen Musikgeschmack, Oper und so was, da hab ich ihn ...
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