1. Wunsch ist Wunsch...


    Datum: 13.06.2018, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: byPeter_Carsten, Quelle: Literotica

    Stirn! Thoral riss die Augen auf, dann sprang er auf die Füße. Träumte er? Ein echtes Einhorn? Schließlich blieb das Fabelwesen stehen. Mit großen schwarzen Augen schaute es ihn an, schien zu überlegen was ein Mensch in diesem verfluchten Wald zu suchen hatte. Er wagte kaum zu atmen. Ehrfurchtsvoll öffnete Thoral den Mund um etwas zu sagen. Aber er brachte nicht einmal ein heiseres Flüstern zustande. Nun wandte das Einhorn den Kopf, trottete zum Rand der Lichtung und ließ sich auf den Boden nieder. Auf den eingeknickten Vorderläufen aufgestützt beobachtete es ihn. Dann endlich kamen doch Worte über seine Lippen. „Ich bin Thoral", stellte er sich vor. „Nie hätte ich geglaubt dass es Einhörner wirklich gibt. Es sind doch alles nur Sagen und Volksmärchen. Gibt es noch andere Einhörner? Ach was rede ich, bestimmt gibt es die. Und wenn es euch gibt, gibt es dann auch noch andere Sagengestalten? Zauberer, Werwölfe..." Er hielt inne. Das Einhorn sah ihn unverwandt an, aber ansonsten reagierte es nicht weiter. Schließlich ließ er sich wieder auf sein Lager nieder, kroch unter die Decke und starrte zu der Erscheinung zurück. Der Mondschein erhellte weiterhin die Nacht aber sein Licht war bei weitem nicht so geheimnisvoll wie das blaue Leuchten, dass das Einhorn umgab. Eine einvernehmliche Stille senkte sich über die Lichtung. Thoral blinzelte. Es war früher Morgen und die Sonne begann grade ihren Tageslauf. Das Einhorn war weg! Er hätte die nächtliche Begegnung als Traum abgetan, ...
    wären da nicht diese Hufabdrücke im Boden. Nachdenklich packte er die Decke in die Tasche. Nach einem herzhaften Stück Brot und einigen Schlücken aus seiner Wasserflasche stand sein Entschluss fest. Wenn er schon den Wald nicht verlassen konnte, so wollte er wenigstens dem Einhorn folgen. Das war allemal besser, als weiter sinnlos durch den Wald zu irren. Mit frischem Mut folgte er den Hufspuren. Es war nicht immer leicht die Fährte zu finden, aber Thoral folgte ihr mit wachem Auge. Tiefer und tiefer ging es in den Wald hinein aber das machte ihm nichts aus. Dann fuhr ihm der Schreck in alle Glieder. Vor ihm erklang ein fürchterliches Gebrüll, das nicht aus einer Menschenkehle entstammen konnte, gepaart mit einem erschreckten Wiehern eines Pferdes -- oder eines Einhorns! Vorsichtig schlich sich Thoral an, Baum für Baum als Deckung benutzend. Dann sah er es und traute seinen Augen nicht. Vor ihm standen Riesen! Sie waren zu zweit und sahen gar fürchterlich aus. Ihre Kleidung war zerlumpt und sie starrten vor Schmutz und Dreck. Einer der Riesen, der mit einer dicken unförmigen Knollennase ausgestattet war hielt mit beiden Händen das dicke Ende eines Seiles fest, das sich zum Ende hin immer mehr verjüngte, bis es in einer schlanken Schlinge mündete, die sich straff um den Hals des Einhorn spannte. Die blaue Aura, die das Tier umgeben hatte war verschwunden, das seltsame Seil jedoch umgab das gleiche Leuchten, jedoch in glutroter Farbe. „Haben wir dich endlich gefangen!" knurrte der ...
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