1. Weihnachten zu dritt Teil 8


    Datum: 19.03.2018, Kategorien: Hardcore,

    dem Gesicht wischte. Jetzt eigentlich nicht mehr, aber da sie lange nicht mehr dort gewesen war, willigte sie ein, obwohl sie noch eingeschnappt war. Es war herrlich unter Menschen zu kommen. Dies ließ ihre schlechte Laune sofort verfliegen und Angela erfreute sich an den vielen schönen Lichtern, die die Straßen der Innenstadt erleuchteten. Dazu gingen Angela und Heinrich über den gut besuchten Weihnachtsmarkt und standen wenig später in einer Glühweinbude, um sich aufzuwärmen. Es dauerte eine ganze Zeit, denn nach dem ersten Drink, war ihnen noch nicht danach, schon wieder den Heimweg anzutreten. So folgte die Zweite, dann die dritte Tasse des alkoholischen Heißgetränks. Als Angela ihre dritte Tasse an den Mund führte, hätte sie sich beinahe verschluckt, was nicht an dem Getränk lag. Ging doch Thomas gerade an der Bude vorbei. Allerdings nicht alleine. Die Frau in seinem Arm kannte sie bereits, war sie doch auf der Feier mit ihm da gewesen. Hatte es ihr auf der Feier noch weh getan, als sie ihn gesehen hatte, war da jetzt nichts mehr. Nein, so konnte man es eigentlich nicht sagen. Da war schon noch etwas, aber mit dem Wort Hass zu übersetzten. Ja, so in etwa musste das Gefühl sein. Aber seltsamerweise hatte sie nicht mehr das Gefühl, sich rächen zu müssen. Für was auch. Für das, dass es ihr jetzt wahrscheinlich besser ging, als zuvor mit Thomas. Wohl kaum. So grotesk es auch klang, hätte sie sich eigentlich bei ihm für alles bedanken müssen. So und so ähnliche Gedanken ...
    schossen ihr in Sekundenbruchteilen durch den Kopf, selbst noch, als Thomas nicht mehr zu sehen war. Heinrich sah Angela an und wusste, das etwas nicht stimmte. Er verfolgte ihren Blick und konnte ebenfalls Thomas sehen, den sie fixierte, sagte aber nichts dazu. Das Tollste an dem Tag war, dass Heinrich ihr eine Kreditkarte schenkte, mit der sie begrenzten Zugang zu einem Konto für sich hatte. Er hatte es eingerichtet, da sie in dem Sinne nichts verdiente und mittellos dastand. Bis jetzt war ihr das noch nicht aufgefallen, da sie kein Geld benötigte. Doch jetzt und in der Stadt fiel es doch auf, obwohl Heinrich, das wenige bezahlte, was sie kaufte. „Das Geld hast du dir verdient. Immerhin hilfst du Fritz und das ist Arbeit, die bezahlt werden muss!“, meinte Heinrich trocken und gab ihr die Karte. „Für das Ausmisten eines Stalls verdient man so viel?“, meinte Angela nachdenklich, während sie die Karte zwischen ihren Fingern drehte, „Wenn ich das gewusst hätte, dann wäre es mein größter Berufswunsch geworden!“ Dann grinste sie Heinrich an und dieser zurück. Wenig später saßen sie im Wagen und fuhren über Umwege nach Hause, denn Angela wollte den Weihnachtsschmuck und die beleuchteten Fenster der Wohnungen und Häuser sehen. Immerhin waren es nur noch wenige Tage bis zum Fest und sie freute sich darauf. Das Fest der Liebe, des Friedens und der Ruhe. Dabei kam ihr das seltsam vor, denn Ruhe und Frieden hatte sie inzwischen genug. Liebe war so eine Sache für sich. Wenn sie es sich ...
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