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Weihnachten zu dritt Teil 8
Datum: 19.03.2018, Kategorien: Hardcore,
nicht abgeschlossen und wird noch Jahre dauern. Sollten sie einmal funktionieren, wie wir es erhoffen, wird das ein großer Erfolg. Leider sind sie noch Prototypen.“ „Dafür also die ganzen Rechner nebenan?“, fragte Angela. „Ja, dafür. Man braucht unheimlich viel Rechenleistung, obwohl ich das bereits um einiges reduzieren konnte! Ich brauche noch jemanden, der ihre Konversation weiterbringt. Ich bin ein Mann und kenne mich damit nicht so aus. Reden ist nicht meine Sache, obwohl ich ihnen schon viele Standardsachen beigebracht habe, mit denen einiges möglich ist. Sie erweiteren ihren Wortschatz, indem man mit ihnen spricht, wobei man sie entweder allgemein reden lassen, oder auf eine Situation programmieren kann. Wenn man eine intellektuelle Person braucht, dann kann man zum Beispiel die aktuellen politischen Gegebenheiten mit einbringen. Natürlich geht auch alles andere. Ich stelle mir das so vor, dass man das über das Internet als Update abrufen kann oder automatisch geschieht. Wie weiß ich noch nicht. Möglich ist da alles. Das ist aber nicht das Schwerste. Die Bewegungen, Gestik und Mimik sind wesentlich schwer zu machen. Es muss noch natürlicher aussehen, als es das jetzt schon ist. Daran arbeite ich noch. Allerdings werden sie wahrscheinlich in meinem Leben das Laufen nicht mehr lernen. Das wäre zu viel verlangt. Die ganze Technik, an die sie angeschlossen sind, kann ich nicht in ihnen unterbringen. Schon gar nicht die Energieversorgung.“ Welch ein Monolog. So lange ... hatte Angela Fritz noch niemals reden hören. Doch seine Erklärung brachte viel Licht ins Dunkel. Wenn auch nicht alles. Angela sah Fritz an und konnte sich die Frage nicht verkneifen: „Du weißt schon, dass die Figuren eigentlich einen anderen Zweck haben?“ „Darauf werden wir sie auch programmieren!“, antwortete Fritz trocken. Damit hatte Angela nicht gerechnet. Aber es machte sie mutiger. „Nur weibliche Figuren?“ „Warum den Markt nur zu 50% beliefern? Natürlich wird es auch männliche Figuren geben!“, meinte Fritz und sah Angela an, als wenn die Frage unverständlich gewesen war. „Und? Gibt es die schon?“, fragte Angela und war nicht davon begeistert, Fritz diesbezüglich alles aus der Nase ziehen zu müssen. „Ja, gibt’s, aber wie du dir denken kannst, stehen sie nicht ganz oben auf meine Liste!“ „Kann ich das Mal sehen?“ „Ist noch nicht fertig. Sieht noch ziemlich gefleddert aus. Ich werde ihn aber noch diese Woche zusammenbauen. Wenn er fertig, ist, kannst du ihn dir ansehen!“ Die Antwort war zwar für Angela nicht das, was sie erhofft hatte, aber immerhin würde sie es zu sehen bekommen. Wenig später stand Angela auf und sah sich noch ein wenig im Raum um, während Fritz ein paar Häppchen machte. Es gab noch zwei Türen, die wohl in private Räume von Fritz führten. Sicher Schlafzimmer und Bad. Sonst gab es kaum noch etwas zu entdecken. Doch was sie gesehen hatte, war überraschend genug gewesen. Eine halbe Stunde später gingen sie wieder zusammen die Treppe herauf und öffneten die ...