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Liebe, Tod und Neuanfang
Datum: 03.12.2017, Kategorien: Sonstige,
Grabstelle, kann ich nicht sagen, aber er muss zeitlebens ein fröhlicher Mensch gewesen sein. Anders konnte ich es mir nicht vorstellen. Dann gingen Eva und ich weiter und kamen an eine Stelle, an der große Familiengräber angelegt worden waren mit zum Teil tonnenschweren Grabplatten. Sehr beeindruckend, auch wenn mir die Namen darauf nichts sagten. Zum Schluss kamen noch drei regelrechte Grüfte, also kleine Häuschen, die mit schweren Türen versehen waren. Wie es darin aussah, konnten wir nur vermuten. Hier endete unsere Exkursion über den Friedhof und wir verließen ihn auf der entgegengesetzten Seite, von der wir gekommen waren. Jetzt machten wir noch einen langen Spaziergang, um den Totenacker herum. Eva fühlte sich nach dem langen Gang klebrig und verschwand im Bad, um zu duschen. Ich setzte mich ins Sofa und schaltete den Fernseher an. Es gab nichts Besonderes, aber das war mir in dem Moment egal. Ich hing meinen Gedanken nach und konnte mich dabei nicht auf das konzentrieren, was auf dem Bildschirm los war. Allerdings hätte ich nicht sagen können, worüber ich nachdachte. Es herrschte eine vollkommene Leere in meinem Gehirn und ich fühlte mich im Kopf, als wenn er voller Watte wäre. Ein nicht unangenehmes Gefühl. Eher schläfrig, matt oder kaputt. Ich wollte nur dort sitzen und sonst nichts. Eva brauchte etwas länger und das war auch gut, denn so hatte ich eine längere Zeit für mich, die ich benötigte. Da mir der Fernseher dann auf die Nerven ging, schaltete ich ihn aus ... und machte mir stattdessen die Stereoanlage an. Schnell fand ich eine Scheibe, die mir gefiel und wenige Sekunden später, trafen weiche Musikwellen auf mein Trommelfell. Schon saß ich wieder auf dem Sofa und dämmerte vor mich hin. Das Licht hatte ich gedämpft und die Vorhänge zugezogen. Nur ein schmaler Lichtstrahl fand noch seinen Weg ins Wohnzimmer, ansonsten erhellten nur noch die diversen Lämpchen der Stereoanlage, den Raum. Hatte ich zuvor noch das Rauschen der Dusche gehört, hatte das aufgehört oder die Musik war zu laut, um es noch zu vernehmen. Ich hörte die Tür vom Bad zuschlagen und nahm wenig später aus dem Augenwinkel eine Bewegung war. Eva war leise wie möglich ins Wohnzimmer gekommen und kam schleichend auf mich zu. Ihre Haare hatte sie, nass, wie sie waren, streng nach hinten gekämmt und dort zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden. Ansonsten konnte man im halbdunkel des Raumes noch erkennen, dass sie ein Handtuch um die Taille geschlungen hatte. Sonst hatte sie nichts an. Mit wenigen Schritten kam sie näher und stand Sekunden später vor mir. Waren meine Augen zuvor halb geöffnet, machte ich sie jetzt auf. Eva sah auf mich herunter, beugte sich vor und öffnete mir mit geschickten Fingern den Gürtel meiner Hose. Knopf und Reißverschluss waren ebenfalls in kurzer Zeit überwunden. Dann griff sie mir an eine meiner Waden und hob mein Bein hoch. Meine Schuhe hatte ich zuvor ausgezogen. Von daher griff mir Eva an das Ende des Hosenbeins, hakte sich gleichzeitig in die ...